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Stolz auf das Erreichte: Charlotte Brandt (li.) und Sophia Jellema. 

Rainer Maria Rilke-Gymnasium

Das sind die Trägerinnen des diesjährigen Förderpreises

„Wir sind sehr, sehr stolz auf Euch“, sagte Astrid Barbeau zu Sophia Jellema und Charlotte Brandt. Sie erhalten heuer den Förderverein des Rilke-Gymnasiums. 

Icking Seit 2017 verleiht das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium in Icking einen Förderpreis. Damit werden Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, die nicht nur exzellente fachliche Leistungen gezeigt, sondern sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft engagiert haben. Nachdem man sich voriges Jahr nicht auf einen Kandidaten hatte einigen können, wurde der Preis heuer gleich zwei Mal vergeben – und erstmals an zwei Abiturientinnen: Charlotte Brandt und Sophia Jellema, beide 17 Jahre jung.

Brandt engagierte sich in der Redaktion der Schülerzeitung „Der Panther“ und habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Zeitung „inhaltlich gut gemacht ist, aber auch professionell aussieht“, betonte Schulleiterin Astrid Barbeau. Außerdem habe sie sich intensiv um „die Einbindung und Motivation jüngerer Mitschülerinnen und Mitschüler“ gekümmert. Und die 17-Jährige brachte sich „mit hohem Zeitaufwand und bemerkenswertem Fachverstand in einer immer sehr unprätentiösen Art und Weise in die Technik-AG ein“, hob Barbeau hervor.

Technik und Musik sind ihre Metier

Ihr technisches Interesse sei familiär bedingt, erklärt die Tochter eines Elektrotechnikers, die aus einem einfachen Grund besonders motiviert war. Ihr „war wichtig, dass man merkt: Frauen können auch Technik“. Selbstbewusst ergänzt sie: „Ich war die erste im Technikteam, und ich wollte beweisen: Ich bin nicht schlechter, nur weil ich weiblich bin.“ Im Laufe der Zeit habe sie es sich auch „zur Aufgabe gemacht, dass Wissen weiterzugeben, um zu verhindern, dass das Technikteam ausstirbt.“ So verwundert es nicht, dass sie demnächst an der Technischen Universität München Informatik studieren möchte. „Es zeigt, dass die Richtung, die ich sehr früh eingeschlagen habe, die richtige für mich ist.“

Was für Charlotte Brandt die Technik, ist für die zweite Preisträgerin die Musik. „Sophia Jellema ist eine vorzügliche Cellistin“, hob Astrid Barbeau. Von Beginn an habe sie sich intensiv ins musische Leben der Schule eingebracht. Und das nicht nur als Solistin an ihrem Lieblingsinstrument – auch Klavier spielt sie gerne –, sondern auch hinter den Kulissen, indem sie Plakate gestaltete, Konzerte mitorganisierte sowie junge Schülerinnen und Schüler integrierte. Das Musiklehrerteam unterstützte sie ebenfalls, indem sie kostenlos Nachhilfe gab.

„Es bedeutet für mich eine besondere Ehre, von der Schule so gewürdigt zu werden, und es ist eine Bestätigung für das Engagement“, sagt Jellema, für die Musik „fast wie Meditation“ ist. Sie komme dabei total runter, erklärt die Cellistin. Deshalb habe sie auch in der stressintensiven Abi-Zeit jeden Morgen geübt. Wie meist auch ihre drei Geschwister, die ebenfalls alle ein Instrument spielen. „Wer bei uns schlafen will, hat verloren“, sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht. Ab dem Herbst würde sie gerne ein Lehramtsstudium beginnen. „Musik und Latein – und vielleicht Cello dazu oder ein anderes Fach“, verrät die 17-Jährige ihre nahen Zukunftspläne.

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„Wir sind sehr, sehr stolz auf Euch“, betonte Astrid Barbeau, bevor sie die Preise, die der Förderverein des Rilke-Gymnasiums auslobt, überreichte – je einen Gutschein für die Buchhandlung Isartal in Ebenhausen sowie das Münchner Musikgeschäft Bauer & Hieber. Die Schulleiterin versprach den beiden, eine „gebührende Feier und eine ausführliche Laudatio“ folge ganz sicher noch zu späterer Zeit. Wegen der bekannten corona-bedingten Beschränkungen hatte die Preisverleihung im ganz kleinen Kreis stattgefunden.Rudi Stallein 

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