Ideen bleiben vorerst in den Köpfen

- Wolfratshausen – „Oberkante Unterlippe“: So hatte Franz Gehring, Geschäftsführer des Kinder- und Jugendfördervereins, im zuständigen Ausschuss die Betreuungssituation im Jugendhaus La Vida beschrieben. Die beantragte Entlastung durch eine zusätzliche Teilzeit-Erzieherstelle wurde trotzdem nicht bewilligt. Nun muss die Arbeit ohne Verstärkung weitergehen. Gehring: „Es ist nicht so, dass wir jetzt beleidigt sind. Wir müssen weiter mit Kompromissen leben.“ Eine Verkürzung der Öffnungszeiten oder Streichung von Angeboten sei jedoch nicht nötig.

VON HELGA GANDLGRUBER <P>Nach den Gesprächen und Beschlüssen der Vorstandschaft sei man schon davon ausgegangen, dass Ausschuss und Stadtrat die Verstärkung genehmigen. &#8222;Schade, dass es nicht geklappt hat. Aber wir leben in der Hoffnung, dass es nächstes Jahr geht.&#8220; In den Sitzungen im Rathaus war diese Variante &#8211; heuer noch nicht, dafür 2007 &#8211; mehrmals herauszuhören. Zumal viele Stadtratsmitglieder die Arbeit des Vereins lobten. <P>Es sei nicht so, dass der personelle Engpass neu sei, sagte Gehring. &#8222;Damit kämpfen wir schon die ganze Zeit.&#8220; Deshalb habe man bereits geeignete Konzepte finden müssen. Mit der Verstärkung hätte man sich aber viel leichter getan: &#8222;Wir hätten unsere Arbeit intensiver betreiben können und jemanden gehabt, der sich verstärkt um einzelne Projekte kümmert.&#8220; Nun könne man nur den normalen Betrieb gewährleisten. &#8222;Vorhandene Ideen, durch die Arbeit hinzukommt, können wir heuer nicht verwirklichen.&#8220; <P>Ablehnung gibt Motivationsdämpfer <P>Jugendpfleger Fritz Meixner, fachlicher Leiter des Vereins, wird etwas deutlicher: &#8222;Mir hat die Ablehnung einen Motivationsdämpfer gegeben.&#8220; Auch wenn er Verständnis für die finanzielle Situation der Stadt habe. Das Bestehende möchten er und sein Team auf keinen Fall reduzieren. &#8222;Aber einige geplante Projekte müssen wir auf Eis legen.&#8220; Bei den Angeboten werde der personelle Engpass daher spürbar werden. <P>Auch Meixner will an den Öffnungszeiten nicht rütteln. &#8222;Hier zu kürzen, ist die Ultima Ratio.&#8220; Wie Gehring hofft er, dass die Erzieher-Stelle mit 20 bis 25 Stunden &#8211; Kosten: 22 000 Euro &#8211; für 2007 genehmigt wird. <P>&#8222;Es darf nicht erwartet werden, dass alles zu 100 Prozent funktioniert. Wir müssen eben manchmal improvisieren&#8220;, sagt Gehring. Druck wolle man keinen aufbauen. Man werde sich weiter mit Praktikanten, Ein-Euro-Jobbern und Jugendlichen im Freiwilligen Sozialen Jahr behelfen. <P>

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