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In puncto Schulreform

Rückkehr zum G9 ist „völlig in Ordnung“

Der offizielle Beschluss der Landesregierung soll im März gefasst werden, doch schon jetzt deutet alles darauf hin, dass die Schüler an bayerischen Gymnasien künftig wieder neun Jahre die Schulbank drücken werden. Was sagt der Nordlandkreis dazu? 

Geretsried/Icking – „Völlig in Ordnung“ ist das für Dr. Hermann Deger. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt der Leiter des Geretsrieder Gymnasiums: „Wir sind sowieso schon sehr nahe am G9, denn unsere Schule gehört zu denen, die das Modell Mittelstufe Plus eingeführt haben.“ Das heißt, dass die Schüler in der siebten Klasse wählen können, ob sie ihre Schulzeit um ein Jahr verlängern wollen. Wenn Deger entscheiden könnte, würde er gern an diesem System festhalten. „Wir haben das jetzt gelernt und wollen so weitermachen.“ Allerdings habe er „sehr großes Verständnis“ dafür, dass es an allen Schulen wieder eine einheitliche Regelung geben soll.

Siebtklässler „sitzen auf Kohlen“

Dr. Hermann Deger Direktor des Geretsrieder Gymnasiums

Ein Anliegen hat der Direktor jedoch: Da allgemeiner Konsens darüber herrsche, dass ein G9 von unten, also ab der fünften Klasse, heranwachsen soll, wünscht sich Deger, dass das Konzept der Mittelstufe Plus bis dahin beibehalten wird. „Aber davon gehen wir auch aus“, so der Schulleiter zuversichtlich. Von Elternseite seien noch keine Anfragen bei der Schule eingegangen. Die jetzigen Siebtklässler, die sich bald für acht oder neun Jahre Gymnasium entscheiden sollen, „sitzen natürlich auf Kohlen“, so Deger. Er hofft deshalb, ihnen so bald wie möglich Auskunft geben zu können. Für April sei eine Infoveranstaltung für die Eltern angesetzt, um rechtzeitig über mögliche Neuerungen sprechen zu können.

Astrid Barbeau, Direktorin des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums in Icking, will sich nicht zum aktuellen Sachstand äußern. „Wir wurden vom Kultusministerium noch nicht informiert, insofern kann ich dazu nichts sagen“, so die Schulleiterin am Montag auf Nachfrage.  

Von Magdalena Höcherl

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