Anmutige Darbietung: Chigusa Sakon zeigte ein traditionelles japanisches Tanzschauspiel. Foto: hans lippert

Iruma-Verein feiert zehnten Geburtstag

Wolfratshausen - Mit Ikebana, Sushi und japanischem Tanz hat der Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen Iruma und Wolfratshausen am Samstag sein zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Wiggerl Gollwitzer, Mitglied des Vereins und ehemaliger Kulturreferent der Stadt, begrüßte die Gäste in der Musikschule stilecht mit „Konichiwa - Grüß Gott“. Er erinnerte an die Gründungsväter und -mütter des Iruma-Vereins, wie er kurz genannt wird: an die Ex-Bürgermeister Reiner Berchtold und Helmut Forster sowie an die jetzige Vorsitzende Dietlind Diepen, an Christine Löffler und Gabi Jochums. Auch ließ er die 37-jährige Städtefreundschaft kurz Revue passieren.

1981 gastierte das Orchester der Musashino-Musik-Akademie Tokyo mit Sitz in Iruma in der erst ein Jahr zuvor eröffneten Loisachhalle. Unter der Leitung des Wolfratshauser Kulturpreisträgers Professor Josef Zilch aus Neufahrn war dieses Konzert nicht nur ein großer Publikumserfolg. Es wurden auch die ersten zögerlichen „Annäherungsversuche“ zwischen den Teilnehmern und der Wolfratshauser Bevölkerung unternommen. Im Zuge der 20-jährigen Stadterhebungsfeier von Iruma schlug der dortige Festausschuss 1987 vor, Schwesterstädte im In- und Ausland zu suchen. Man erinnerte sich an die herzliche Gastfreundschaft der Wolfratshauser gegenüber den Musashino-Musikern. Nach einem Briefwechsel beschlossen die Stadträte von Iruma und Wolfratshausen, einen entsprechenden „Schwesterstadtvertrag“, wie ihn die Japaner nannten, zu unterzeichnen.

In den folgenden Jahren folgte ein intensiver Austausch zwischen den Bürgern beider Städte. „Obwohl die Loisachstadt anfangs belächelt wurde wegen ihrer Städtepartnerschaft in 11 000 Kilometern Entfernung, im Reich der untergehenden Sonne, hat sich im Laufe der Jahre doch gezeigt, dass es eine richtige Entscheidung war“, sagte Gollwitzer. Es gebe schließlich allerlei Gemeinsamkeiten: In Iruma mit seinen rund 160 000 Einwohnern finde jährlich das Fest der 10 000 Laternen statt, das Mandoh-Fest. In Wolfratshausen steigt alle drei Jahre die lichterreiche Sebastiani-Prozession auf der Loisach. Der Fuji, der höchste Berg Japans, befinde sich in unmittelbarer Nähe Irumas. Vor den Toren Wolfratshausens stehe Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze. In Japan seien Sumo-Ringer äußerst angesehene Sportler. „Bei uns in Bayern bist‘ wer, wenn‘st Fingerhakel-Weltmeister wirst“. (tal)

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