Der Vorstand der Stadtkapelle: (v. li.) Schriftführerin Kathrin Lorenz, Erster Vorsitzender Christian Tomsu, Beisitzer Franz Holzer, Jugendleiterin Christina Rieger, Zweiter Vorsitzender Rainer Nikolau s, Notenwart Heinz Siller und Kassierin Maria Siller. Foto: Sabine Hermsdorf-hiss

Jahresversammlung

Stadtkapelle: Wo Jung und Alt gemeinsam musizieren

Die Stadtkapelle Wolfratshausen erlebt einen Aufschwung. Über die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren und insbesondere in 2016 berichtete der Vorsitzende Christian Tomsu am Freitagabend in der Jahresversammlung.

Wolfratshausen – Für Tomsu, seit 2011 Chef der Kapelle mit aktuell 39 aktiven Mitgliedern, könnte es nicht besser laufen. Während der Proben für das Kirchenkonzert am kommenden Freitag in der Kirche St. Andreas habe sich gezeigt: „Wir spielen jetzt auf einer höheren Stufe“, so Tomsu. Man habe einige sehr anspruchsvolle Stücke ausgewählt und diese mit erheblichem Aufwand – unter anderem fand ein ganzes Probenwochenende statt – einstudiert. Das Konzert wird der wichtigste öffentliche Auftritt im Jahr des 50-jährigen Bestehens der Stadtkapelle.

Jubiläum am 29. und 30. Juli

Das Jubiläum will man am 29. und 30. Juli zusammen mit den Partnerkapellen aus dem italienischen Manzano und dem oberfränkischen Altenkunstadt feiern. Am Samstag sind Platzkonzerte in der Stadt geplant, am Sonntag ein Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen an der Floßlände. „Wir richten bewusst kein großes Musikfest aus, weil wir die beiden Tage selber genießen wollen“, sagt Tomsu. Im Herbst soll ein Konzert nur mit Ensembles und Solisten stattfinden. Auf diese Art von Aufführungen will sich die Kapelle künftig mehr konzentrieren. Möglichst oft mitwirken soll dabei der Nachwuchs.

Jugendkapelle so gut aufgestellt wie noch nie

Mit 13 jungen Musikanten ist die von Tomsu gegründete Jugendkapelle so gut aufgestellt wie noch nie. Die Jugendlichen senken den Altersdurchschnitt der Stadtkapelle auf 42 Jahre. „Das Miteinander von Jung und Alt funktioniert bei uns wunderbar“, freut sich der Vorsitzende. Das sei nicht nur bei Auftritten, sondern auch auf dem Vereinsausflug, der im vergangenen Jahr nach Südtirol führte, deutlich geworden. Wie „vielseitig, jung und frisch“ die Stadtkapelle sei, habe sie zuletzt beim Festival D’Amato 2016 bewiesen, wo sie zusammen mit „D’Housemusi“ fetzige Volksmusik zum Besten gab.

Nach vielen Jahren hat das Ensemble wieder einmal Marschproben durchgeführt. Eine Abordnung durfte beim Neubürgerempfang der Stadt aufspielen und die schöne Tradition, Vereinsmitgliedern zu deren runden Geburtstagen ein Ständchen zu bringen, wurde wiederbelebt.

Zusammenarbeit mit Musikschule auf einem guten Weg

Auf einem guten Weg sieht Tomsu nach schwierigen Zeiten die Zusammenarbeit mit der städtischen Musikschule. Die neue Posaunenlehrerin sei von sich aus auf die Kapelle zugekommen. Tomsu: „Es ist ein zartes Pflänzchen, das da heranwächst. Wir wollen es auf jeden Fall pflegen.“ Erfreulich ist die Kooperation mit der Bläserklasse an der Wolfratshauser Realschule. Aus ihr kam 2015 ein ganzer Schwung Jugendlicher zur Jugendkapelle (JUKA). Der Vorsitzende möchte dafür werben, dass nach einem Jahr Pause auch heuer wieder Schüler den Weg dorthin finden.

Tomsus Anliegen: Passive Mitglieder zu gewinnen

Ein Anliegen ist Tomsu, passive Mitglieder zu gewinnen. Unter ihnen würde er zum Beispiel gerne Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner sehen, wie er anmerkte. Der Vorsitzende wurde für weitere zwei Jahre wiedergewählt. Sein Stellvertreter bleibt Rainer Nikolaus. Maria Siller verwaltet weiterhin die Kasse, Kathrin Lorenz stellte sich noch einmal als Schriftführerin zur Verfügung. Heinz Siller ist Notenwart, Christina Rieger Jugendleiterin.

Von Tanja Lühr

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