Die hohe Kunst des Grußes: Für eine japanische Unterhaltungskünstlerin wie diese Geisha kein Problem. Wolfratshauser Schüler bereiten sich dagegen mit einem japanischen Benimmkurs akribisch auf ihren Japanbesuch vor. Foto: Archiv

Japan-Knigge: Wer schnäuzt, verliert

Wolfratshausen - Knigge für den Asienbesuch: Sechs Wolfratshauser Schüler lernen japanische Benimmregeln. Dabei erfuhren die Jugendlichen alles über die fernöstliche Lebenskultur.

„Konban wa“ heißt „guten Abend“ auf Japanisch. Mit diesen Worten begrüßt Leonhard Rothmeier sechs Jugendliche und ihre Eltern. Er ist Asien-Experte und Reiseleiter. Gemeinsam mit Dietlind Diepen vom Freundschaftsverein Iruma und Claudia Holzer von der Stadt Wolfratshausen bereitet er den Jugendaustausch zwischen Wolfratshausen und Iruma vor. Beim Benimmunterricht im Gasthaus Flößerei erhielten die Jugendlichen einen Einblick in Kultur, Sitten und Verhaltensregeln in Japan. Im Oktober ist es so weit: Im Herbst fährt die Gruppe zum Mandô-Fest, dem Laternenfest, nach Iruma.

Damit bis dahin auch die die japanischen Benimmregeln sitzen, klärt Rothmeier auf: „Personen mit nach oben gerichteter Hand herbei zu winken, ist unhöflich.“ Wie man es richtig macht, zeigt der Fachmann anhand einer Maneki-Neko, eine für Japan typischen Katzenfigur, die mit erhobener rechter Pfote das Glück herbeiwinken soll.

Auch der Unterschied zwischen Straßen-, Haus- und Toilettenschuhen steht auf dem Lern-Programm. Vor dem Toilettengang beispielsweise weist die Platzierung der abgelegten Hausschuhe auf die Tatsache hin, dass das WC besetzt ist.

Ein faszinierendes Erlebnis erwartet die Wolfratshauser auch beim Besuch einer japanischen High-Tech-Multifunktionstoilette, deren Bedienung zu den Herausforedrungen eines Japanbesuchers zählen dürfte. Auf einer Tastatur am Spülbecken kann der WC-Besucher neben der Temperatur des Sitzes auch den Waschstrahl zur Reinigung und als Alternative zum Toilettenpapier auswählen.

Rothmeier beantwortete auch Fragen für den Touristenalltag: Darf man auch als „Ungläubiger“ in buddhistische Tempel (ja), kann man sich à la française mit einem Wangenkuss begrüßen (nein), schnäuzt man sich in der Öffentlichkeit (bloß nicht)? Die Reaktionen im Publikum: Die jungen Gäste schwanken zwischen Verwunderung und Belustigung.

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