Fröhlich ging die Schulzeit für 28 Absolventen der Volksschule am Hammerschmiedweg zuende. „Nutzt euer Wissen und Können“, riet Schulleiter Peter Altstidl. Foto: Hermsdorf

Jedes Namensschild hat ein Gesicht

Wolfratshausen - Sie haben zusammen Höhen und Tiefen erlebt, gelacht und gezittert. Die Mühe hat sich gelohnt. An der Entlassfeier der Volksschule am Hammerschmiedweg bekamen 28 Schüler ihr Abschlusszeugnis.

Nicht nur die Schüler verabschiedeten sich, sondern auch die Hauptschule als solche. Denn ab nächstem Schuljahr wird aus ihr die Mittelschule, wie Rektor Peter Altstidl erklärte.

Neben Rechnen, Lesen und Schreiben, sollten den 28 Jugendlichen vor allem „Wissen, Können, Herz und Charakter“ vermittelt werden. „Nutzt euer Wissen und Können, zeigt Herz und Charakter - und viel Glück“ waren die letzten wertvollen Tipps des Rektors für seine Schüler. Um die gebührend zu verabschieden, hatten sich auch die Grundschulkinder etwas einfallen lassen: Mit einem extra einstudierten, lustigen Lied sorgten sie für heitere Stimmung.

Unter den zahlreichen Gästen war auch Wolfratshausens Bürgermeister Helmut Forster. In seiner Rede wies er daraufhin, dass der Quali oft unterbewertet werde, in seinen Augen sei er jedoch „eine hervorragende Basis für die stetig wachsende, globale Welt“. Die Absolventen sollen heute „den Lohn für ihre harte Arbeit genießen“ und dann ihre Ziele und Pläne in Angriff nehmen, so Forster, der sich auch bei den Lehrern für ihren unermüdlichen Einsatz bedankte.

Der Rathauschef sprach zudem kurz die zukünftige Mittelschule an: „Man muss abwarten, wie sich das Projekt entwickelt. Aber heute ist nicht der Tag, um über die Schulreformen nachzudenken, sondern ein Tag zum Genießen.“

Dass in der Schule nicht nur etwas für die Bildung getan wurde, klang in der Schülerrede mit: „Jedes Namensschild hat im Laufe der Zeit sein Gesicht bekommen“, erläuterte die Schülerin Elif Kilic.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Rede des Mathelehrers Christian Mross vor der Zeugnisvergabe. „Reimen ohne zu schleimen“ war sein Motto, und so verabschiedete er jeden seiner Schüler einzeln mit einem selbstgedichteten Vers. Seine Kollegin Bärbl Touschek räumte bei der Zeugnisvergabe an ihre Klasse zwar ein, dass „drei Stunden Mathe viel waren“, aber „die Rechnung kommt eben immer hinterher“, und die ist in den meisten Fällen positiv ausgefallen. „Bis auf einen Schüler haben alle eine Ausbildungsstelle oder die Zulassungshürde für eine weiterführende Schule gemeistert“, verkündete die Lehrerin stolz.

„Auch wenn mir heut’ ein wenig traurig zu Mute, wünsche ich euch für die Zukunft alles Gute“, waren die Schlussworte in einer gelungenen Entlassfeier, bevor es an das Buffet ging. (rep)

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