+
Die Erde fliegt: (v. li.) die drei Penzberger Bürgermeister Hans Mummert, Dr. Johannes Bauer und Ludwig Schmuck sowie Stadtrat Nikolaus Lutz, Stadtbaumeister Justus Klement, Stadtrat Hardi Lenk, Martin Tuma vom Planungsbüro, Christian Schulze-Aussel von der Baufirma und Jens Weißflog, Johann Eßel und Günter Nienek (auf dem Bild nicht mehr zu sehen) vom Bauamt beim Spatenstich für den Radweg auf Penzberger Seite.

Radweg Beuerberg-Penzberg

Jetzt legt die Gegenseite los

Beuerberg/Penzberg - Bei Maxkron fiel der symbolische Startschuss für den Bau des Penzberger Teilstücks vom Loisach-Radweg. Auf Beuerberger Seite wird schon seit Wochen gearbeitet.

Gestern ging es auch auf Penzberger Seite los: Die Bagger rollten an , um mit dem Bau des Penzberger Teilstücks für den Loisach-Radweg von Maxkron nach Beuerberg zu starten. 1,3 Kilometer lang ist dieser Abschnitt, der bis zur Landkreis-Grenze reicht. Die reinen Baukosten werden auf 760 000 Euro geschätzt.

Auf Beuerberger Seite haben die Arbeiten schon vor mehreren Wochen begonnen (wir berichteten). Am Donnerstag gab es auf Penzberger Seite den ersten Spatenstich. Zeuge war auch Josef Herzog. Den leidenschaftlichen Radfahrer freut es besonders, dass die Radweg-Lücke geschlossen wird. Herzog hatte vor rund 15 Jahren mit Gleichgesinnten eine Radwanderkarte für Penzberg und Umgebung erstellt. Schon damals, erzählt er, habe man deutlich darauf hingewiesen, dass an der stark befahrenen, kurvigen Straße eine Radweg fehle. Von Penzberg aus führen Radwege in alle Richtungen, nur nicht nach Beuerberg, so Josef Herzog. Das wird sich nun ändern. Christian Schulze-Aussel von der Baufirma schätzt, dass das Penzberger Teilstück „auf jeden Fall bis August“ fertig sein wird. Das wäre dann in etwa zeitgleich mit dem – deutlich längerem – Beuerberger Abschnitt.

Der neue Loisach-Radweg führt großteils entlang der Staatsstraße, auf Beuerberger Seite auch ein Stück auf der alten Trasse der Isartalbahn. Ein besonderer Tag war der Mittwoch auch für Bürgermeister Hans Mummert – es war der letzte Spatenstich seiner Amtszeit, die am 30. April endet. Der Radweg schließe eine Lücke, künftig führe er durchgängig von Tirol, wo die Loisach entspringt, bis nach Wolfratshausen, wo die Loisach in die Isar mündet, sagte er. Es sei für ihn, so der Rathauschef, ein Traum, einmal mit dem Rad von Ehrwald nach Wolfratshausen zu fahren. Dass es mit dem Radweg von der Idee bis zum Baustart so lang gedauert hat, begründete Mummert damit, dass mehrere Trassen untersucht wurden, Fördergeld beantragt werden musste und zahlreiche Gespräche mit Behörden und Grundstückseigentümern zu führen waren.

Für den 1,3 Kilometer und 2,5 Meter breiten Radweg müssen auf Penzberger Seite laut Johann Eßel vom Stadtbauamt sieben Durchlässe und zwei Brücken gebaut werden: die eine 7,5 Meter lang über den Brünnlesbach, die andere zwölf Meter lang über einen landwirtschaftlichen Weg. Zugleich schafft die Stadt auf der anderen Seite der Staatsstraße Ausgleichsflächen für den Naturschutz und die Retension. Der Radweg, sagte Bürgermeister Mummert, führe durch „sehr sensibles Gebiet“, man greife in Feuchtgebiete ein. Der relativ aufwändige Radweg-Bau hat seinen Preis. Die Gesamtkosten für den Penzberger Abschnitt bezifferte Mummert mit nahezu einer Million Euro, die reinen Baukosten auf rund 760 000 Euro. Penzberg rechnet allerdings damit, staatliche Zuschüsse zu erhalten.

von Wolfgang Schörner

Auch interessant

Kommentare