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Juni 2013: Anwohner sowie Mitarbeiter von Bahn und Bauamt versuchen den Lärm zu lokalisieren. Nach zwischenzeitlicher Besserung ist es heute lauter denn je.

Jüngste Anfragen blieben unbeantwortet

Lärm am Gleis: Anwohner hoffen auf Schallschutz

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Die Anwohner des Mühlpointwegs sind nicht nur wegen des ungesicherten Gleiszugangs in Habachtstellung. Sie beklagen auch, dass die Bahn in letzter Zeit die nötige Sorgfalt bei der Instandsetzung der Schienen an dieser Stelle hat vermissen lassen.

Wolfratshausen -  Wie Alexander Lippert in einer E-Mail an unsere Zeitung schreibt, führt der enge Kurvenradius zu Schienenfehlern, die eine massive Lärmbelästigung für zahlreiche Anwohner darstellen. „Tag und Nacht treten inzwischen Lärmpegel von über 90 dB(A) auf“, schreibt Lippert. „Ich lebe dort seit 2012 mit meiner Familie, und bis 2015 nahm die Bahn noch recht regelmäßig Schienenschleifmaßnahmen vor, die eine erhebliche Lärmminderung von 15 dB(A) und mehr brachten.“ Diese Schleifarbeiten kamen unter anderem deshalb zustande, weil die Anwohner nach monatelangen Schriftwechseln mit der Bahn die Presse eingeschaltet hatten.

Lippert: „Auf die Aussagen der Bahn war zuletzt wenig Verlass“

Anfragen in jüngerer Vergangenheit blieben Lippert zufolge unbeantwortet, „oder wir wurden vertröstet. Für 2016 von der Bahn fest zugesagte Maßnahmen fielen kommentarlos aus.“ Lippert zufolge ist für 2018 ein Schienenschmiersystem in Aussicht gestellt, das eine nachhaltige Verbesserung erwarten lassen könnte. Dass es dazu kommt, sieht Lippert noch skeptisch. „Auf die Aussagen der Bahn war zuletzt wenig Verlass, und angesichts der geplanten Tieferlegung des Wolfratshauser S-Bahnhofs sowie anstehender Großprojekte wie die zweite Stammstrecke in München scheinen Zweifel an solchen Versprechen angebracht.“ Lippert bittet – in Vertretung für viele andere Anwohner – , dass Schallschutzaspekte berücksichtigt werden, sollte die Stadt Wolfratshausen an dieser neuralgischen Stelle einen Zaun bauen. Wie wichtig den Anwohnern das Thema ist, zeigt eine weitere Aussage Lipperts. Der Anwohner könnte sich nämlich vorstellen, „dass einzelne Anwohner durchaus bereit wären, eine Steigerung der Wohnqualität in diesem Bereich finanziell zu unterstützen.“

Problem taucht auch im Lärmaktionsplan auf

In diesem Zusammenhang macht Lippert auch darauf aufmerksam, dass eine sehr ähnliche Problematik an der Kurve Loisachbrücke/Berghang vorliegt. Der Lärm sei in Weidach deutlich vernehmbar, je nach Wetterlage sogar in Waldram. Dieses Problem taucht Lippert zufolge auch im Wolfratshauser Lärmaktionsplan auf. Die Bahn habe darauf bisher jedoch nicht reagiert.  

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