Beeindruckendes Schauspiel: Die Mimen (v. li.) Winfried Frey, Andi Mittermeier, Isabella Leicht und Andreas Borcherding proben eine Szene des Stücks„Aufstand!“ 1705 – Die wahre Geschichte der Sendlinger Mordweihnacht“, das im Geretsrieder Kulturherbst gezeigt wird. Foto: Hans Lippert

Kämpfen gegen das Unrecht

Geretsried - Erstmals wurde am Dienstag eine Szene des Theaterstücks „Aufstand! 1705 - Die wahre Geschichte der Sendlinger Mordweihnacht“ gespielt, das beim Geretsrieder Kulturherbstes zu sehen sein wird.

Liedermacher Konstantin Wecker schreibt die Musik für das Stück - insgesamt sind es acht Lieder. Das freut den Geretsrieder Günter Wagner, der die Texte zum „Aufstand!“ verfasst hat, ganz besonders. „Ich habe blauäugig einen Brief an Wecker geschrieben und schnell eine Antwort bekommen. Ihm gefällt das Revolutionäre des Stücks, das ihm unter die Haut geht, wie er versichert hat“, erzählt Wagner sichtlich begeistert.

Die erste Komposition hat Wecker bereits nach Geretsried geschickt. Regisseur Harald Helfrich wird sie als Nachtwächter zum Auftakt singen. Und auch am Dienstagabend lässt er es sich nicht nehmen, den rund 30 Anwesenden den Song zu präsentieren. „Bist unfrei gewesen, befrei’ Dich im Kopf - Bauer, steh’ auf! Pack’ Dein Leben beim Schopf“, singt Helfrich, und die Handschrift Weckers ist natürlich unverkennbar. Das Publikum applaudiert begeistert.

Das tut es auch nach der beeindruckenden Vorstellung der Schauspieler, die die erste Szene des Aufstands vorspielen. Den Bauer Jakob Klinger mimt Winfried Frey, bekannt aus Forsthaus Falkenau. Auch das Gesicht des Kurfürsten Max Emanuel kommt einem bekannt vor: Es ist das von Andreas Borcherding, der schon im Tatort spielte, auch in Sönke Wortmanns „Kleine Haie“, im Bader Meinhof Komplex und in der Vorabendserie „Sturm der Liebe“. Die Schauspielerin Isabella Leicht, die des Bauern Gattin spielt, ist ebenfalls keine Unbekannte. Erst am Anfang seiner Karriere steht indes der 20-jährige Andi Mittermeier aus Grainau. Er geht in Innsbruck derzeit auf die Schauspielschule und steht als Sohn des Bauern Klinger auf der Bühne.

(njd)

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