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Auf der Karibikinsel Kuba entscheidet sich, ob Aneta Sablik unter den letzten zehn Kandidaten sein wird, die es in die „DSDS“-Liveshows schaffen. 

Karrierestart im Kinderzimmer

DSDS: Aneta Sablik aus Gelting unter den Top 33

Gelting - Die Wahl-Geltingerin Aneta Sablik ist unter den letzten 33 „DSDS“-Kandidaten. Wir haben mit ihr über ihre Herkunft, ihre Zeit auf Kuba und ihre Probleme mit der deutschen Sprache gesprochen.

„Ich war ein großer Star – aber nur in meinem Zimmer“, sagt Aneta Sablik. Die 25-Jährige träumte schon als junges Mädchen davon, als Sängerin groß rauszukommen. Aus diesem Grund ist die gebürtige Polin vor zweieinhalb Jahren nach Deutschland gekommen. Jetzt ist sie ihrem Traum ein großes Stück näher. Sablik hat es unter die besten 33 Kandidaten der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar (DSDS“) geschafft.

Aufgewachsen ist Sablik mit ihrem Bruder in Bielsko-Biala, einem Ort mit 170 000 Einwohnern im Süden von Polen. Schon früh zog es sie in die Großstadt. Mit 19 Jahren zog die Blondine von zu Hause aus und versuchte im 100 Kilometer entfernten Krakau ihr Glück an einer Schauspielschule. Doch sie merkte schnell, das war nicht das Richtige. Also widmete sich Sablik ihrem Journalismusstudium, das sie noch abschließen will. „Das ist die polnische Mentalität“, erklärt Sablik. Ihrer Mutter ist es sehr wichtig, dass sie einen „anständigen“ Beruf lernt, wie sie sagt. „Sie wollte, dass ich Lehrerin werde, so wie sie.“ Doch die Polin will als Sängerin Erfolge feiern. Familie und Freunde wussten von ihrer Leidenschaft. Ernst genommen hat sie aber nie jemand. Längste Zeit musste ihr Kinderzimmer als Bühne herhalten, die Haarbürste benutzte sie als Mikrofon. „Mein Bruder hat immer gesagt, ich soll leiser singen“, sagt Sablik lachend.

Vor zweieinhalb Jahren kam der Anruf, der alles veränderte. Am Telefon war Kevin Zaber. Der 19-jährige Geltinger produziert Musik in seinem eigenen, kleinen Studio – und war auf der Suche nach einer Sängerin. Er wollte nicht irgendeine. Er wollte Aneta. „Ich wusste, dass sie eine hammer Stimme hat“, sagt Kevin stolz. Einige Jahre zuvor hatten sich die beiden über ihre Eltern im Italienurlaub kennengelernt.

Sablik zögerte nicht lange, sie setzte sich in den Bus nach Deutschland ohne genau zu wissen, wo sie ankommt. 24 Stunden dauerte die Fahrt. „Oh Gott, das war Horror“, erinnert sich Sablik. Bereut hat sie ihre Entscheidung, Polen zu verlassen, aber nie. „Ich bin hier in Deutschland aufgeblüht und habe mich selbst kennengelernt.“

Dazu hat auch ihre Zeit auf Kuba beigetragen, wohin die Sängerin als eine der 33 besten Kandidaten von „DSDS“ fliegen durfte. „Das war wirklich eine super Zeit, mit lustigen Leuten“, schwärmt Sablik. Auf der Karibikinsel entscheidet sich, welche zehn Kandidaten es in die Liveshows schaffen.

Aneta ist bescheiden, was ihre Chancen auf den Gewinn der Castingshow und die Siegprämie in Höhe von 500 000 Euro betrifft. Sorgen bereitet der jungen Frau besonders ihr Deutsch. „Da hatte ich schon beim Casting am meisten Angst davor“, sagt die junge Frau. Ihr fallen besonders die Umlaute „ä“, „ü“ und „ö“ schwer. Doch die Wahl-Geltingerin übt fleißig. „Ich bekomme zwei Mal pro Woche Deutschunterricht“, erzählt sie. Dazu kommt jede Woche Gesangscoaching.

Für den Fall, dass sie die Fernsehsendung gewinnt, möchte Aneta Sablik übrigens einen Teil des Geldes in ihre Musik investieren. Den anderen Teil könnte sie sich vorstellen, an eine wohltätige Organisation zu spenden. „Und ich würde den Leuten etwas zurückgeben, die mir hier in Deutschland geholfen haben“, sagt Sablik.

Alessandro Capasso

Die Ausstrahlung

der Folgen auf Kuba beginnt am Samstag, 1. März, um 20.15 Uhr bei RTL.

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