Kein Grund zum Murren

- Eurasburg – Seit jeher gilt beim traditionellen Neujahrsempfang der CSU-Eurasburg-Beuerberg die Prämisse: keine politischen Themen. Gesellschaftspolitisch und leicht verdaulich sollen sie sein. So wurde auch am gestrigen Sonntag ganz bewusst Pater Johannes aus dem Kloster Ettal als Referent eingeladen.

von Roswitha Diemer <P>Der Benediktinermönch veranschaulichte im Pfarrsaal Beuerberg einige Aspekte der Menschenführung nach den Regeln des Heiligen Benedikt &#8211; frei nach dem Motto: &#8222;Wie gelingt es uns, Menschen, andere für Ideen zu begeistern?&#8220; In einem Kloster sei es auch nicht anders als im weltlichen Leben. 55 Mönche, mit einem Durchschnittsalter von 50 Jahren, müssen &#8222;Tag für Tag in Ettal bei Laune gehalten werden&#8220;. Wichtig sei dabei Kontinuität und Bestand. &#8222;Dies gelingt vor allem durch drei wesentliche Eigenschaften wie Diskretion, Askese und Demut&#8220;, so der Pater. Ein Benediktinerkloster weise durchaus viele Parallelen zur Gesellschaft auf. So gebe es in Ettal ein Gymnasium, ein Internat, Land-, Milch- und Weidewirtschaft, eine Brauerei sowie einen Kunstverlag. &#8222;Mit 177 Angestellten und Auszubildenden sind wir ein großer Arbeitgeber&#8220;, betonte Pater Johannes. Schließlich laute das Leitmotiv der Benediktiner &#8222;ora et labora&#8220;, weil Untätigkeit und Müßiggang der Feind der Seele seien. <P>Ein Abt müsse deshalb über viele Charaktereigenschaften verfügen &#8211; jegliche Form von Egoismus gefährde diese Strukturen. &#8222;Außerdem muss er dafür sorgen, dass es unter den Mönchen keinen Grund zum Murren gibt&#8220;, schloss Pater Johannes. Er empfahl sich daher den zahlreichen Gästen mit dem Ratschlag: &#8222;Heitere Gelassenheit &#8211; trotz Stress und Hektik.&#8220; <P>Für den CSU-Kreisvorsitzender Martin Bachhuber ist ein Bürgermeister auch so eine Art Abt. &#8222;Weil dem so ist, gibt es in der Gemeinde Eurasburg sicher keinen Grund zum Murren.&#8220; Die Bürger stünden unter guter Führung und seien hoch motiviert. <P>

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