Keine Mobilfunkantennen auf städtischem Grund

Geretsried - In Geretsried und Gelting wird es keine Mobilfunkantennen auf städtischen Grundstücken oder Gebäuden geben. Dies beschloss der Stadtrat diese Woche einstimmig.

Anlass war eine Anfrage der Deutschen Telekom.

Um ihr UMTS-Netz auszubauen, hatte die Telekom eine so genannte Suchkreisanfrage für vier neue Standorte gestellt. Innerhalb dieser Suchkreise sollte dann jeweils eine Basisstation errichtet werden. Ins Auge gefasst hatte der Mobilfunkanbieter das Gewerbegebiet Nord, den Bereich zwischen Prießnitzweg und Jahnstraße sowie die Ortsteile Stein und Gelting. Aus Sicht des Bauamtes kämen zwei Gebiete als Standorte in Frage: Sowohl zwischen Prießnitzweg und Jahnstraße als auch in Gelting gebe es geeignete städtische Grundstücke, erklärte Raimund Stumpfhauser.

„Wie viele Anlagen haben wir in Geretsried?“, wollte Stadtrat Wolfgang Möckel (CSU) wissen. Seiner Ansicht nach sollte man die Mobilfunksender an den bisherigen Standorten bündeln anstatt neue auszuweisen. Laut Stumpfhauser gibt es im Stadtgebiet bislang elf Funkmasten mit Antennen von diversen Anbietern.

„Wir Grüne sind gegen jeden Mobilfunkstandort“, erklärte deren Fraktionssprecher Volker Witte kategorisch. Er hält die Netzabdeckung in der Stadt für ausreichend. CSU-Stadtrat Franz Wirtensohn wollte neue Mobilfunkstandorte nicht von vorneherein verteufeln. „Aber ich bin dagegen, dass städtische Grundstücke zur Verfügung gestellt werden“, sagte er. Damit würde man sich nur Ärger einhandeln. Dieser Ansicht schlossen sich alle Stadträte an.

Das bedeutet jedoch nicht, dass in Geretsried und Gelting künftig keine Funkmasten mehr errichtet werden können. Auf gewerblichen und privaten Grundstücken dürfen Mobilfunkanlagen weiterhin gebaut werden. Bis zu einer Höhe von zehn Metern sind sie genehmigungsfrei.

(nej)

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