"Keine Zuschauer, sondern viele aktive Mitstreiter"

- Neujahrsempfang der Lokalen Agenda: Immer mehr sind dabei

VON DIETER KLUG Wolfratshausen/Geretsried - "Auf die Unterstützung des Landkreises werden Sie auch in Zukunft zählen können." Mit diesem Versprechen des stellvertretenden Landrats Martin Bachhuber startet die Lokale Agenda 21 Geretsried-Wolfratshausen ins neue Jahr. Beim Neujahrsempfang am Freitag in der Aula der Grund- und Hauptschule am Hammerschmiedweg begrüßte Agenda-Sprecher Karlheinz Rauh mehr als 150 Gäste, darunter viel Prominenz aus Politik und Kultur.

Es war bereits der fünfte Neujahrsempfang, und Rauh dankte der immer größer werdenden Schar der Aktiven: "Für viele sind es schon sieben lange Jahre in den Fängen der Agenda." Aber auch Bürgermeister, Stadträte und andere gute und hilfreiche Geister schloss er in seinen Dank ein - und nutzte auch gleich die Chance, schon vor Beginn des Wahlkampfs der Geretsrieder Bürgermeister-Kandidatin Cornelia Irmer stellvertretend für alle Vertreter politischer Parteien ganz besonders herzlich zu begrüßen. "Wer auch immer in Geretsried das Rennen macht, wir freuen uns auf eine gute und intensive Zusammenarbeit", sagte Rauh diplomatisch. Seine Gretchenfrage, wie es Irmer mit der Agenda halte, wollte er ihr aber erst später unter vier Augen stellen.

"Wettbewerbsfähigkeit beginnt in den Schulen, nicht in hochdotierten Forschungslabors", mit diesem Bonmot Henry Fords schloss Rauh seine Begrüßung und fügte nachdenklich im Blick auf Schröders ,Agenda 2010` an: "Es wäre höchste Zeit, das alte Leitbild der Wachstumsphilosophie zu verabschieden und durch das der Nachhaltigkeit zu ersetzen."

Bürgermeister Reiner Berchtold verband seinen Dank mit "dem besten Vorsatz, bessere Lebensqualität anzustreben". Vize-Bürgermeister Gerhard Meinl, der in Vertretung Hans Schmids für Geretsried sprach, stellte die Umsetzung des Leitbilds von Rio 1992 in den Mittelpunkt. Als Blasinstrumente-Hersteller war er nur gegenüber dem Isura-Madrigal-Chor unter Leitung Christian Preißlers gespielt skeptisch, "aber völlig ohne Grund". Hinreißender Chorgesang mit Werken aus Renaissance und Romantik sowie Spirituals setzte einen kulturellen Kontrapunkt zu den Grußworten der Prominenz.

Viel Lob vom Vize-Landrat

Als Schlussredner überbrachte Martin Bachhuber die Grüße von Landrat Manfred Nagler. "Die Ergebnisse und Leistungen der Agenda 21 können sich wirklich sehen lassen, alle Beteiligten können auf das Erreichte stolz sein", so Bachhuber. Und wählte eine Analogie aus dem Sport: "Die Lokale Agenda braucht keine Zuschauer, sondern viele engagierte Mitstreiter." Danach lud das bunte und reichhaltige, selbst hergestellte Büffet zur Stärkung für neue Taten ein.

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