In Hör- und Sichtweite der Häuser am Kanal in Gelting liegt der Kieslagerplatz der Firma Sappl. Foto: sh

Kieslagerplatz soll legalisiert werden

Geretsried - 15 Jahre lang haben die Stadt und das Landratsamt einen illegalen Kieslagerplatz der Tiefbaufirma Sappl geduldet.

Erst nach Beschwerden von Anwohnern hat die Kreisbehörde die Nutzung untersagt. Jetzt will sich die Firma den Betrieb nachträglich genehmigen lassen. Der Stadtrat eröffnete dafür mit 21:7 Stimmen das Bauleitverfahren.

Die Firma Sappl befindet sich zwar im Wolfratshauser Gewerbegebiet. Der westlich angrenzende Kieslagerplatz (rund 8000 Quadratmeter) liegt aber auf Geretsrieder Flur und ist im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen. Getrennt durch die B11a, aber nur rund 50 Meter entfernt liegen die Häuser am Kanal in Gelting, deren Bewohner sich massiv über den Lärm beschweren. Sie haben beim Beladen der Lkw mit dem Radlader Lautstärken von bis zu 94 Dezibel gemessen. Dies sei „weit lauter“ als der Autobahnzubringer, heißt es in einem Brief.

In einer Petition fordern 19 Anwohner deshalb einen Rückbau des Platzes. Als Kompromiss schlagen sie vor, dass die Firma Sappl einen Lärmschutzwall errichtet, und zwar südlich der B11a. Dann wären die Anwohner auch vor dem Verkehrslärm besser geschützt.

Die Stadt will diesen Vorschlag im weiteren Verfahren prüfen lassen. (sas)

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