270 Kilometer zum Einsatzort

- Dietramszell/Leutershausen - „Magirus fahr´n is das Leiwandste, was ma’ sich nur vorstell´n kann!“ Weil dieser kurzerhand umgedichtete Text eines österreichischen Schlagers genau das ausdrückte, was sie selbst dachten, sangen die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Mittelramstadt lauthals mit, als einer ihrer Kameraden sein Loblied aus das von Dietramszell gespendete Löschfahrzeug anstimmte.

von max Bachmair <P>Lob und Dank und überaus herzliche Aufnahme erfuhren knapp 20 Dietramszeller, die am Samstag per Bus und eben dem besagten Magirus in den Ortsteil Winden der mittelfränkischen Stadt Leutershausen gekommen waren. Sie lieferten das von ihnen spendierte Feuerwehrauto ab. Das in Dietramszell schon ausrangierte LF 16 dient den Franken nun als hochwillkommener Ersatz für ihr eigenes Löschfahrzeug, das Mitte Juli ein betrunkener Dieb gestohlen und zu Schrott gefahren hatte (siehe Kasten). <P>&#8222;Der Totalschaden an dem alten Ford Transit hat meine Stadt hart getroffen&#8220;, sagte Bürgermeister Siegfried Heß den von zahlreichen Ortsbewohnern freudig begrüßten Gästen aus Dietramszell. Der Grund: Leutershausen hatte vor kurzem den Neubau eines 1,3 Millionen teuren Feuerwehrgerätehauses begonnen und auf die Schnelle einfach kein Geld für einen neuen Spritzenwagen. <P>&#8222;Fahrzeug kommt in gute Hände&#8220; <P>Nicht weniger als 15 eigenständige kleine Feuerwehren gibt es in den 50 Ortsteilen des 5600 Seelen zählenden Orts. Die bestohlenen Floriansjünger von Mittelramstadt/Winden mussten deshalb schon um den Bestand ihrer Wehr fürchten. Jetzt können sie sich aber mit dem weit leistungsfähigeren &#8222;Ersatz&#8220;-Fahrzeug effektiv in das Team der rund 400 aktiven Leutershauser Wehrmänner eingliedern. <P>Deshalb räumten die mittelfränkischen Gastgeber im Beisein der bestens bewirteten Dietramszeller die Schläuche und andere Gerätschaften von ihrem schrottreifen alten Wagen in das noch immer recht stattliche &#8222;neuere&#8220; Löschfahrzeug um. <P>Angesichts dieses Eifers freuten sich sowohl Bürgermeister Hans Demmel als auch der Dietramszeller Kommandant Robert Schmid, &#8222;dass unser Auto mit solcher Freude aufgenommen wird und offenbar nochmal in recht gute Hände kommt&#8220;. <P>

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