Die rund 70 Mädchen und Jungen, die derzeit noch keinen Krippenplatz in der Loisachstadt haben, sollen bis September untergebracht werden können. Foto: Archiv
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Die rund 70 Mädchen und Jungen, die derzeit noch keinen Krippenplatz in der Loisachstadt haben, sollen bis September untergebracht werden können.

Kindertagesstätten-Neubau für 2015 geplant

Wolfratshausen - Bei der Monatsversammlung der Bürgervereinigung Wolfratshausen war das Schwerpunktthema, die fehlenden Krippenplätze in der Loisachstadt.

Die fehlenden Krippenplätze in der Flößerstadt waren auch am vergangenen Freitag bei der Monatversammlung der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) ein Schwerpunktthema. Dabei äußerte sich Rathauschef Klaus Heilinglechner zuversichtlich, dass die rund 70 Mädchen und Jungen, die derzeit noch keinen Platz haben, bis September untergebracht werden können.

Heilinglecher setzt dabei auf die Hilfe des Landratsamtes und darauf, dass mit dessen Unterstützung im Forstamt an der Königsdorfer Straße kurzfristig zwei Krippengruppen untergebracht werden können. Dazu werden voraussichtlich einige Umbaumaßnahmen nötig sein. Am 1. Juli wird es ein Trägertreffen geben. Bei dem soll entschieden werden, wer die beiden Übergangsgruppen künftig organisieren wird. Außerdem informierte Heilinglechner darüber, dass die Stadt den Neubau einer Kindertagesstätte in 2015 bei der Schule Waldram oder auf der Coop-Wiese plane und betonte: „Das wird vermutlich nicht die letzte Einrichtung dieser Art sein, die wir bauen.“

Davon zeigte sich auch BVW-Stadtrat Benedikt Brustmann überzeugt. Zwar vertritt er eigenen Angaben zufolge die altmodische Vorstellung, „dass man keine Kinder zu machen braucht, wenn man sie im Alter von nur wenigen Monaten bereits in eine Einrichtung steckt. Aber es wächst eine andere Generation nach, die anders tickt“, sagte er. Deswegen werde der Bedarf an Kindertagesstätten weiter steigen. Terke Stapf regte in diesem Zusammenhang an, den Eltern vielleicht auch mal vorzurechnen, was ein Krippenplatz kostet und in welcher Höhe er von der Stadt sowie vom Freistaat bezuschusst wird. „Das ist nur legitim“, sagte sie.

Ex-Bürgermeister Helmut Forster erinnerte an einen Engpass von Kindergartenplätzen vor rund vier Jahren. Damals hätte man nicht gewusst, wohin mit 36 Mädchen und Buben. Gemeinsam mit der Stadt Geretsried habe man dann kurzfristig einen Containerkindergarten errichtet. Doch als die Einrichtung bezugsfertig gewesen sei, hätte von den zuvor 36 Kindern keines mehr einen Platz benötigt. Irgendwie seien sie anderweitig untergekommen. „Ich bin gespannt, wie viele von den jetzt 70 Kindern, für die ein Bedarf angemeldet worden ist, letztlich übrig bleiben“, sagte Forster.

Dass unabhängig von dieser Erfahrung etwas getan werden müsse, betonte Bürgermeister Heilinglechner. Allerdings erklärte er, dass es mitunter schwierig sei, den tatsächlichen Bedarf an Plätzen vorausschauend zu ermitteln und Engpässen so frühzeitig vorzubeugen. Von Bauträgern sei beispielsweise nicht zu erfahren, wie viele Häuser oder Wohnungen an Familien mit Kindern vergeben werden.

Nina Daebel

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