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Die Fotokünstlerin Petra Bauer-Wolfram will den Betrachter ihrer Fotos mit einem ungewöhnlichen Blick auf vermeintlich Gewöhnliches überraschen, Neugierde wecken und im besten Fall Kino im Kopf auslösen. Foto: 

Ausstellung "Heimische Künstler" 

Kino im Kopf

Holzhausen –In einer Serie stellen wir die Künstler vor, die heuer erstmals bei der Ausstellung der „Heimischen Künstler“ in der Loisachhalle vom 27. bis 29. November teilnehmen. Heute: die Fotografin Petra Bauer-Wolfram aus Holzhausen.

„Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters:“ Diese so oft zitierte Weisheit hat auch für Petra Bauer-Wolfram ihre Gültigkeit. Ihre Fotos sind Ausdruck der Freude und puren Lust am Existieren. Das Spiel mit Licht, Farben, Formen und Strukturen begeistert sie. Das, was man oft erst auf den zweiten Blick wahrnimmt oder auch gerne übersieht, hält sie mit ihrer Kamera fest. Sie will den Betrachter mit einem ungewöhnlichen Blick auf vermeintlich Gewöhnliches überraschen, Neugierde wecken und im besten Fall Kino im Kopf auslösen. Wenn dies gelingt, eröffnen sich ungeahnte Entdeckungen. Sie liebt das Experimentieren und „Malen“ mit der Kamera – und noch mehr die unvorhergesehenen Resultate. Für eine Ausstellung „Heimische Künstler“ hatte sie einen Plastikvorhang mit Einstecktaschen mit eigenen Fotos bestückt und im Freien aufgehängt. Tagelang waren die Bilder der Verwitterung ausgesetzt. Aus den Details entstanden mit dem Makro-Objektiv schließlich neue Fotokunstwerke: ein magischer Kosmos aus Fantasiefiguren. „Es geht mir nicht um die Dokumentation eines Ist-Zustandes, vielmehr um die besondere Stimmung des Augenblicks. Unschärfen sind dabei durchaus beabsichtigt“, sagt Bauer-Wolfram. Die 54-jährige Münchnerin, die seit 2009 in Holzhausen lebt, lernte bereits als Kind auf Reisen mit den Eltern den Umgang mit der Kamera. Am Gymnasium wählte sie Kunst als Leistungskurs und als Wahlfach Fotografie. Im eigenen Labor experimentierte sie mit Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Heute ist die Fotografie für sie „der wohltuende Ausgleich zum Beruf“. Die Diplom-Sozialpädagogin leitet den Standort München & Region der Stiftung Gute-Tat, eine Onlineplattform für bürgerschaftliches Engagement. Nach dem Motto „Jede/r kann helfen“ vermittelt die Initiative Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. In und um München betreut sie inzwischen über 4500 Helfer und 500 gemeinnützige Einrichtungen, darunter auch Flüchtlingshilfeprojekte. „Mit Kreativität können wir viel bewegen“, so das Credo von Petra Bauer-Wolfram – im Beruf wie in der Fotografie.

Spendenaktion

Mit einer Spendenaktion unterstützt Petra Bauer-Wolfram den KIL Kulturverein Isar-Loisach, um Eintrittskarten für Asylsuchende zu finanzieren. Bei der Ausstellung „Heimische Künstler“ kann jeder Besucher am Stand sieben ein Los gegen eine Spende ziehen. Als Gewinn winkt ein Fotokunstwerk von artepetra. Der gesamte Erlös geht an KIL.

Andrea Weber

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