30 000 Tonnen CO2 könnten in Geretsried durch Geothermie eingespart werden. Foto: archiv

Klimaschutz: Erhebliche Einsparpotenziale

Geretsried - Mit ihren gut 23 000 Einwohnern produziert die Stadt Geretsried jährlich 220 000 Tonnen CO2. Knapp 50 000 Tonnen ließen sich im Jahr einsparen.

Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik (IfE) an der Fachhochschule Amberg-Weiden. Fast ein ganzes Jahr war das IfE damit beschäftigt, im Auftrag der Stadt ein integriertes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Am Dienstag stellte Brautsch dem Stadtrat das 400 Seiten umfassende Konzept vor.

Allein durch den Ausbau und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrsnetzes („Stichwort S-Bahn-Anbindung“) sowie einer verbesserten Antriebstechnik wäre eine Einsparung von 18 000 Tonnen CO2 im Jahr möglich. Zum Vergleich: Eine Tonne CO2 entspricht den Emissionen von einem halben Jahr Autofahren.

Realistisch erscheint dem Expertenteam die Nutzung von Geothermie: Mit dem Kraftwerk, das die Firma Enex auf dem Hofgut Breitenbach plant, könnten 5000 Haushalte mit Strom und 6000 Haushalte mit Wärme versorgt werden. Das macht unterm Strich eine Einsparung von rund 30 000 Tonnen CO2 pro Jahr. Damit Strom und Wärme zu den Verbrauchern transportiert werden können, müsste die Stadt allerdings zwischen 17 und 34 Millionen Euro - abhängig von der Anschlussdichte - für ein Fernwärmenetz auf den Tisch legen. (nej)

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