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Neues aus der Region

Königsdorf im Jahr 2017

Von der Kirchenrenovierung bis zum neuen Gewerbegebiet - es tut sich was in Königsdorf. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Gewerbegebiet: Viele Arbeitsplätze - aber keine Expansionsflächen

Heftige Bautätigkeit im neuen Königsdorfer Gewerbegebiet: Am südlichen Ende des Gewerberings ‚Am Brand‘, direkt gegenüber der Firma Stöger Automation, wurden kürzlich zwei weitere große Gewerbegebäude fertig gestellt. Damit der Ring um das Gewerbegebiet nun geschlossen.

Bürgermeister Anton Demmel: „Im neuen Teil des Gewerbegebiets Wiesen sind 18 Parzellen entstanden, in denen aktuell circa 140 bis 150 Arbeitsplätze vorhanden sein dürften. Die Nachfrage nach Flächen ist ungebrochen hoch. Wir hätten - bezogen auf die Warteliste - die Flächen gegebenenfalls zwei- bis dreimal weitergeben können, es war aber bereits im Jahr 2010 alles verkauft.“

Das neue Königsdorfer Gewerbegebiet ‚Am Brand‘ ist nun fertig bebaut und seit 2010 sind keine Parzellen mehr verfügbar.

Die Ausweisung des einst neuen Gewerbegebietes ermöglichte es Betrieben, aus den zu klein gewordenen Räumen im Ortskern in funktionsgerechte neue Gebäude umzuziehen. Gleichzeitig kamen auch neue Unternehmen dazu. Sie alle sorgen für gute Steuereinkommen der Gemeinde, so dass wiederum alle Bürger davon profitieren - selbstverständlich auch von den zahlreichen Arbeitsplätzen. Nun darf sich die Gemeinde Gedanken machen, eventuell eine Ausweitung des Gewerbegebietes vorzubereiten. Auch hierbei werden wohl die Entscheidungen wieder mit Augenmaß fallen, um einen unkontrollierten Wildwuchs zu vermeiden und nach Möglichkeiten einen gesunden Branchenmix zu ermöglichen und Königsdorfer Betrieben die Chance für Erweiterungen zu bieten. Doch hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Kirchenrenovierung: Gottesdienst bei den Beuerberger Nachbarn

Mit einem gewissen ‚Kirchentourismus‘ haben die Königsdorfer inzwischen leben gelernt. So mussten bereits im vergangenen Jahr wegen Renovierungsarbeiten die Gottesdienste zu den Beerdigungen bereits einige Zeit in Beuerberg stattfinden; die Bestattung erfolgte dann in Königsdorf. Nun brachen Anfang Januar erneut ‚mobile Zeiten‘ für die Königsdorfer Gläubigen an, denn aufgrund umfangreicher Sanierungs-, Renovierungs- und Umbauarbeiten bleibt die schöne, aber überholungsbedürftige Pfarrkirche St. Laurentius bis Dezember geschlossen.

Bis Dezember geschlossen bleibt die Pforte der Pfarrkirche St. Laurentius in Königsdorf. Während der Renovierungsarbeiten sind die Gläubigen eingeladen, in die Beuerberger Marienkirche die Gottesdienste zu feiern.

Das gesamte Kirchenschiff soll renoviert werden. Zu dem 1,8-Millionen-Euro-Projekt, zu 90 Prozent übernommen durch die Erzdiözese München und Freising, gehören unter anderem der Abbau der Kirchenbänke, um den feuchten Putz von den Wänden zu schlagen, die veraltete Heizung neu zu installieren, die alte Elektronik samt Lautsprecheranlage, Alarmanlage und innovativer LED-Beleuchtungstechnik zu erneuern, Deckengemälde, Hochaltar, Seitenaltäre und das Altarbild fachgerecht und sorgfältig zu restaurieren und einen neuen Altar und Ambo zu erbauen. Insgesamt 180.000 Euro müssen von der Pfarrgemeinde aufgebracht werden, wovon aus Spenden bisher bereits rund drei Viertel gedeckt sind. Inzwischen haben die Arbeiten begonnen. Keine Kirchenglocken rufen in Königsdorf mehr zum Gottesdienst, der Chorraum ist durch eine Staubschutzwand geschützt, die Übergangs-Sakristei ausgeräumt.

Die Königsdorfer freuen sich schon, das neu erstrahlende Gotteshaus bei der feierlichen Wiedereröffnung mit Altarweihe zu erleben. Vorgesehen ist dies für den dritten Advent mit Weihbischof Wolfgang Bischof. Bis dahin will der Pfarrverband Königsdorf-Beuerberg zu den Vorabend- und Sonntagsgottesdiensten in der Beuerberger Marienkirche den Königsdorfern ‚Asyl‘ gewähren und für Fahrtmöglichkeiten für diejenigen Gottesdienstbesucher sorgen, die selbst nicht mobil sind. Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht, soll bis 25 Minuten vor Gottesdienstbeginn am Königsdorfer Maibaum sein. Dort starten die Fahrten zu den Gottesdiensten in Beuerberg.

Eisplatz: Hoffen auf die nächste Frostperiode

Nach mehreren Wochen Spielbetrieb machte das Tauwetter den Königsdorfer Eissportfreunden einen Strich durch die Rechnung: Die Eisfläche musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Oberhalb von Schule und Kindergarter tummelten sich an schönen, kalten Tagen zahlreiche Eishockeyspieler und Eisläufer. Nun machte dem das Wetter zumindest vorübergehend ein Ende. Nun hoffen Eislauf- und Eishockeyfreunde wieder auf eine Frostperiode. Bürgermeister Anton Demmel: „Der Eisplatz konnte aufgrund der Kälte in den letzten Wochen hervorragend genutzt werden. Vor zwei Jahren bereits wurden ein Kanalanschluss und die Stromversorgung neu verlegt, um bei Bedarf mobile Erweiterungsmöglichkeiten für Kindertagesstätte, Schule oder Mittagsbetreuung zu ermöglichen.“

Aus Sicherheitsgründen aufgrund des Tauwetters vorübergehend gesperrt. Eislauf- und Eishockeyfreunde hoffen nun, dass nochmal eine Frostperiode kommt.

Baustelle Jugendsiedlung: im März erste Tagung im neuen Gebäude

Noch sind in der Jugendsiedlung Hochland die Handwerker aktiv, aber die Bauarbeiten nähern sich ihrem Ende. Für einen zu Beginn der Arbeiten im vergangenen Mai auf 6,3 Millionen Euro geschätzen Investitionsumfang wurde die Jugendbildungsstätte modernisiert und energetisch saniert. Ende März soll dann alles fertig sein. Das Tagungshaus zum Beispiel stammte noch aus den 1930-er Jahren. Daher wird deutlich, wie nötig eine Generalsanierung der Bauten war. Die Ölheizung wurde durch eine CO2-neutrale Hackschnitzelheizung ersetzt. Weitere Umbauziele waren Energieeinsparmaßnahmen sowie das Schaffen von Barrierefreiheit. Das neue, nunmehr längere Gebäude mit einem größeren Speisesaal- und Küchenbereich ist nun auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Im Obergeschoss entstanden vier Tagungs- und Gruppenräume unterschiedlicher Größe.

Josef Birzele, Leiter der Jugendbildungsstätte: „Lagerräume, Speisesaal und Küche sowie die Gruppenräume sind bereits in Betrieb. Für weitere Baumaßnahmen wollen wir die Faschingsferien nutzen. Der erste Bauabschnitt ist nun beendet. Jetzt müssen noch die Außenanlagen fertig gestellt werden. Doch das ist natürlich wetterabhängig.“ Aufgrund des Umfangs musste das Gesamtprojekt europaweit ausgeschrieben werden. Dabei erhielten jedoch nach der Angebotsabgabe zur Freude Birzeles auch viele einheimische Firmen den Zuschlag.

Auf eine Veranstaltung freut sich Birzele bereits: „Vom 24. bis 26. März findet bei uns die 150. Tagung des Hauptausschusses des Bayerischen Jugendrings statt. Dieses besondere Jubiläum stellt gleichzeitig die Eröffnung des neuen Tagungshauses dar.“

Das neue Tagungshaus der Jugendbildungsstätte Hochland ist bereits in Betrieb. Ende März werden hier hochrangige Gäste zur Jubiläumstagung des Hauptausschusses des Bayerischen Jugendrings erwartet.

Grundstraße: Schranke wird wohl Dauerlösung bleiben

Die schmale und kurvenreiche Grundstraße im Wald zwischen Geretsried und Königsdorf ist in einem schlechten Zustand, wird aber als Abkürzung zwischen den beiden Orten stark befahren. Eine Sanierung samt Ausbau aber würde die Gemeinde rund eine halbe Million Euro kosten. Dieses Geld war die Gemeinde Königsdorf bisher nicht zu investieren bereit, da es sich um rein überregionalen Verkehr handelt. Eine generelle Sperrung für den Durchgangsverkehr, wie von der Gemeinde angeregt, wird vom Landratsamt nicht zugelassen. Die Sperrung der Grundstraße durch eine Schranke war daher im vergangenen Jahr ein Diskussionsobjekt. Sie darf nun nur in Sonderfällen geschlossen werden. Wir fragten Bürgermeister Anton Demmel: Wie sieht das die Gemeinde?

„Vor einigen Tagen war die Straße wegen Überflutung gesperrt. Da dies immer wieder vorkommt haben wir in Absprache mit dem Landratsamt eine Schranke erreichtet. Eine weitere folgt noch für die andere Richtung. Man darf hier nicht Ursache und Wirkung verwechseln: Ursache ist eine nicht dem Verkehr entsprechende Straße, für die die Gemeinde eine Verkehrssicherungspflicht aber keine Ausbauverpflichtung hat.

Im Gemeinderat wird aber es meiner Meinung nach keine Mehrheit für einen Ausbau geben. Die Aufgabe ist, das Ganze mit Schildern und sonstigen Regelungen in den Griff zu bekommen. Hier gibt es keinen Königsweg...“ So wird wohl auch in naher Zukunft die Schranke lediglich geschlossen, wenn dies die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer erforderlich macht.

Meistens offen, kürzlich aber wegen der Überflutung der Straße gesperrt: die Schranke an der Grundstraße zwischen Geretsried und Königsdorf.

Faschingsdienstag: Der beliebte Gaudiwurm zieht durch Königsdorf

An den Ortseingängen wie auch mitten im Dorfkern werben bunte Plakate für die Faschingszug am Faschingsdienstag um 13:33 Uhr.

Von der ‚KFZ‘ (Königsdorfer Faschings-Zeitung) bis zum ‚KFZ‘ (Königsdorfer Faschings-Zug) präsentiert sich die königliche Gemeinde wieder einmal völlig närrisch. Am Faschingsdienstag, 28. Februar treffen sich wieder die Faschingsfreunde aus Nah und Fern an der Königsdorfer Hauptstraße um zu sehen, welche lustigen Einfälle die Vereine umgesetzt haben und in liebevoll dekorierten und erbauten heiteren bis ernsten, bitterbösen wie auch harmlosen Themenwägen beim Faschingszug präsentieren. Ab Mittag ist daher die Ortsdurchfahrt gesperrt und es beherrschen Maschkera das Bild. Selbstverständlich ist auch für Krapfen und Brotzeit gesorgt und ab Punkt 13:33 Uhr schlängelt sich der aus zahlreichen Fahrzeugen bestehende Gaudiwurm durch das Dorf. Dabei wird wohl so mancher Mitbürger, aber wohl auch etliche Kommunal- und Bundespolitiker ihr Fett abbekommen.

Das Gewerbe in Königsdorf

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