Neues aus der Region

Königsdorf im Jahr 2018

Von der Kirchenrenovierung bis zum neuen Gewerbegebiet - es tut sich was in Königsdorf. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Sozialer Wohnungsbau: Bauprojekt am Angersteig

Zwei Gebäude mit jeweils sechs Wohnungen errichtet die Gemeinde Königsdorf im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus derzeit Am Angersteig.

Das Fehlen von erschwinglichem Wohnraum ist ein im gesamten Münchner Umland bekanntes Problem. Die Gemeinde Königsdorf hat sich dieses Themas angenommen. Zurzeit werden am Angersteig zwei Wohnhäuser mit jeweils sechs Wohnungen in Größen von einem, zwei und drei Zimmern, dazu eine Tiefgarage mit 24 Stellplätzen und mehrere oberirdische Parkplätze gebaut. Bürgermeister Anton Demmel: „Der Baufortschritt ist etwas hinterher, was an den schwierigen Bodenverhältnissen gelegen hat. Trotzdem möchten wir 2018 das Projekt abschließen und die Wohnungen vergeben. Trotz aller Probleme, die es ohne Umschweife hier gibt, ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für die Gemeinde eine große Weitereinwicklung!“ Der Vorgänger war ein nicht mehr sanierungsfähiges Gebäude aus dem Jahr 1951, das gleichzeitig das letzte Wohnbauprojekt der Gemeinde war. In dem Haus gab es keine Heizung und in den letzten Jahrzehnten erfolgten kaum Renovierungen. Für das neue Gebäude werden zwischen 2,6 und 3 Millionen Euro veranschlagt, für die jedoch fast eine Million an Fördermitteln in Anspruch genommen werden.

Container der Kindertagesstätte: Seit vergangener Woche endlich in Betrieb

Stand seit September leer und darf nun endlich benutzt werden: die Containeranlage zur Erweiterung der Kindertagesstätte.

Kürzlich wurde Unmut laut als bekannt wurde, dass die als Erweiterung der Kindertagesstätte gedachte Containeranlage, die auf sechs mal 17 Metern Platz für rund 25 Kinder bieten soll, seit September leer steht und nicht genutzt werden darf. Es waren noch die Genehmigung des erst im Januar eingereichten Tekturplans sowie eine Begehung wegen der Überprüfung der Brandschutzvorschriften fällig.

Zwar konnte sich die Kindertagesstätte mit einer Notlösung behelfen, indem der Turnraum vorübergehend genutzt wurde. Trotzdem hoffte man auf eine baldmögliche Chance, die Containeranlage nutzen zu können. Schließlich sollte sie ausreichend Platz bieten und Garderobe, Sanitärbereich, einen Gruppenraum sowie einen kleineren Zusatzraum beinhalten.

Auf unsere Anfrage konnte Bürgermeister Anton Demmel am Montag erleichtert berichten: „Der Container ist seit letzter Woche in Betrieb. Endlich! Auch wenn der Betrieb von September bis jetzt in der Kita genehmigt war, so ist es für Kinder und Personal nicht leicht gewesen.“

Schnelles Internet: Was lange währte, wurde endlich gut...

Bis zu 50 Megabit pro Sekunde sind jetzt in Königsdorf Dank der neu verlegten Glasfaserleitungen möglich.

Die Königsdorfer mussten sich in Geduld üben. Surfen im Internet? Datendownload oder Upload im Homeoffice? Dies alles war jahrelang eine Geduldsfrage, denn lediglich über Funk war eine halbwegs vernünftige Datenverbindung möglich. Doch zur Jahreswende durften sich die Königsdorfer freuen: Rund 1.500 Haushalte in Königsdorf in den Vorwahlbereichen 08046 und 08179 können jetzt schneller im Internet surfen. Im neuen Netz sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich. Das gilt auch für Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 50 Megabit pro Sekunde und beim Hochladen auf bis zu 10 MBit/s. Die Telekom hat dafür rund 50 Kilometer Glasfaser verlegt und 16 Verteiler neu aufgestellt und mit moderner Technik aufgerüstet.

„Eine moderne Infrastruktur ist ein digitaler Standortvorteil – für jeden Haushalt, jede Immobilie und die gesamte Gemeinde Königsdorf“, so Bürgermeister Anton Demmel kürzlich in einer Mitteilung an die Bürger. „Damit wird das Leben und Arbeiten in Königsdorf noch attraktiver.“

Kirchensanierung: Seit Dezember wieder Gottesdienste in St. Laurentius

Ein Jahr wegen Umbau geschlossen war die Pfarrkirche St. Laurentius. Am 17. Dezember wurden Altar und Ambo geweiht und das prächtige Gotteshaus steht den Gläubigen wieder offen.

Seit dem 3. Advent ist sie vorbei, die Zeit des ‚Gottesdiensttourismus‘ zwischen Königsdorf und Beuerberg. Aufgrund umfangreicher Sanierungs-, Renovierungs- und Umbauarbeiten blieb die Königsdorfer Pfarrkirche St. Laurentius bis Dezember geschlossen. In dieser Zeit konnten die Gläubigen die Gottesdienste in der Beuerberger Marienkirche besuchen. Hierzu wurde auch ein Fahrdienst angeboten.

Im Rahmen des umfangreichen fast zwei Millionen teuren Projekts wurden unter anderem die Kirchenbänke abgebaut und der feuchten Putz von den Wänden geschlagen, eine neue Heizung installiert, die alte Elektrik und Elektronik mit Lautsprecheranlage und Alarmanlage erneuert und die Beleuchtung auf die Energie sparende LED-Technik umgerüstet. Gleichzeitig wurden Deckengemälde, Hochaltar, Seitenaltäre und das Altarbild fachgerecht und sorgfältig restauriert sowie ein neuen Altar und ein neuer Ambo eingebaut.

Am Sonntag, 17. Dezember war dann der große Tag: Weihbischof Wolfgang Bischof und Pfarrer Mario Friedl zelebrierten den Festgottesdienst und weihten den Ambo und den Altar, in den gleich auch noch nach altem Brauch Reliquien von den beiden Heiligen Otto von Freising und Joseph Maria Tomasi eingesetzt wurden.

Die erfolgte Sanierung der Kirche St. Laurentius wurde durchweg als gut gelungen gelobt. Seither ist die Pfarrei Königsdorf wieder ‚komplett‘ und die Gläubigen können im eigenen Ort ohne Umwege die heilige Messe oder das Gotteshaus für einen stillen Moment der Besinnung besuchen.

Turnhalle: Planung der Sanierung im Lauf des Jahres

Die Sanierung der Turnhalle wird geplant, der Beginn der Arbeiten rückt näher.

Die nächste Großbaustelle steht der Gemeinde Königsdorf bevor: Wie Bürgermeister Anton Demmel feststellt, wird der Abschluss der Turnhallenplanung eine der Hauptaufgaben in diesem Jahr sein. Dabei wird die Gemeinde nicht nur an den Schul- und Vereinssport denken. Auch Mittagsbetreuung, die offene Ganztagsschule und die Kindertagesstätte haben Raumbedarf. Ursprünglich hatte man die Planung für 2017 ins Auge gefasst und den Baubeginn bereits für 2018.

Gegenüber befindet sich der Eisplatz. Dieser ist in den letzten Jahren klimabedingt nicht mehr so oft nutzbar wie früher. Gleichzeitig hat die KiTa Platzbedarf und über kurz oder lang eventuell auch die Schule, während hier eine gemeindliche Fläche, in idealer Lage zu diesen Einrichtungen, nur selten im Jahr genutzt wird.

Ist denn langfristig daran gedacht, den Eisplatz zugunsten einer Bebauung aufzugeben? Bürgermeister Anton Demmel: „Der Eisplatz wird zwar nicht mehr oft zum Eismachen gebraucht, aber für Freizeitnutzungen und Pausengestaltung der Schule ist er ständig belegt. Was im Zusammenhang mit der Sanierung der Schulturnhalle, der Mittagsbetreuung und weiterem Schulbedarf entsteht, ist noch offen.“

Gewerbegebiet: Erweiterung mit Maß und Ziel

Bis fast auf den letzten freien Quadratmeter ausgenutzt ist das Gewerbegebiet Wiesen. Laufende kleinere Erweiterungen erscheinen sinnvoll.

Im Königsdorfer Gewerbegebiet im Ortsteil Wiesen haben sich zahlreiche Firmen angesiedelt. Es ist hier in den letzten Jahren ein gesunder Gewerbemix entstanden, der nicht nur eine gutes Wachstum repräsentiert, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze bietet. Die zur Verfügung stehenden Flächen sind mittlerweile gut ausgenutzt.

Bleibt es mittelfristig hierauf begrenzt oder ist angedacht, zur Stärkung der Wirtschaftskraft der Gemeinde und zur Schaffung von weiteren Arbeitsplätzen das Gewerbegebiet vielleicht doch noch um einige Flächen zu erweitern? Bürgermeister Anton Demmel: „Im Augenblick steht ganz klar der Wohnungsbau im Vordergrund. Grundsätzlich sollten aber lieber immer wieder kleinere Erweiterungen angedacht werden. Jahrelang keine Ausweisungen vorzunehmen und dann alles auf einmal nachzuholen ist in der Regel etwas schwieriger. Auch Maß und Ziel (Stichwort Flächenverbrauch) sollte man immer mit bedenken.“

Königsdorfer Moor: Der Natur ein wichtiges Stück zurückgegeben

Die selten gewordene Bekassine scheint in das renaturierte Königsdorfer Moor zurückzukehren.

Das Königsdorfer Moor wurde in den 1920er- Jahren intensiv zum Torfabbau genutzt. Torf war damals Dämmmaterial, Dünger und vor allem Brennmaterial. Dazu wurden zahlreiche Entwässerungsgräben angelegt und der über Jahrtausende ganz langsam aufgebaute und allmählich zu Torf gewordene Moorboden mehrere Meter tief ausgebeutet. Dadurch wurden große Flächen weitgehend trockengelegt. Moorflächen, die in intaktem Zustand wie ein Schwamm viel Wasser speichern, damit Hochwasser verhindern können und Lebensraum für eine bunte Fauna und Flora sind. Zudem speichern die bayerischen Moore sechsmal so viel Kohlenstoff wie die bayerischen Wälder. Während die Torfschicht eines gesunden Moores im Jahr etwa um einen Millimeter anwächst, ging die Torfschicht im Königsdorfer Moor von 1920 bis 2012 um rund 70 Zentimeter zurück.

Im Herbst 2015 begannen daher umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen mit einer Wiedervernässung des Moores. Insgesamt 676 kleine Dämme verhindern seither in den alten Entwässerungsgräben den schnellen Ablauf des Wassers und bereits im vergangenen Jahr, also zwei Jahre nach den Rückbaumaßnahmen, waren bereits erste kleine Erfolge sichtbar. Das Regenwasser läuft nicht mehr schnell durch die Gräben ab, sondern wird ganz allmählich an die umliegenden Vorfluter und Bäche abgegeben. Erfreut zeigte sich darüber bei einer Begehung im letzten Jahr auch der Landesbund für Vogelschutz, denn inzwischen wurde im Königsdorfer Moor schon mehrfach ein vom Aussterben bedrohter Vogel gesichtet: die Bekassine. Diese gehört zur Familie der Schnepfenvögel und braucht vor allem während der Brutzeit in ihrer Umgebung Moore oder Feuchtgrünland, die den Lebensraum ihrer Futtertiere darstellen, wie zum Beispiel Insekten, Larven und Regenwürmer. wt

Das Gewerbe in Königsdorf

Rubriklistenbild: © Wolfgang Tutsch

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