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Die Tölzer Moorachse: (v. li.) Elisabeth Pleyl (Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern), Walter Wintersberger (LBV-Kreisvorsitzender), Landwirt Benedikt Zangl, Prof. Dr. Matthias Drösler, Birgit Weis (LBV-Gebietsbetreuerin), Veronika Feichtinger (Regierung von Oberbayern), Landrat Josef Niedermaier, Carolin Singer (Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen) und Joachim Kaschek (Untere Naturschutzbehörde Bad Tölz).

„Die Bedeutung von naturnahen Mooren ist vielfältig.“

Aus diesem Grund sind Moore gut fürs Klima

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Klimafrühling im Oberland: Der Landesbund für Vogelschutz, der Bund Naturschutz und das Zentrum für Umwelt und Kultur beteiligten sich mit einem Vortragsabend. Sie erklärten, warum in Zeiten des Klimawandels  den Mooren wieder eine größere Bedeutung zukommt. 

Königsdorf Der Schutz der Moore ist dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) seit über 20 Jahren ein großes Anliegen. Gemeinsam mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK), dem Bund Naturschutz, dem amtlichen Naturschutz und Vertretern der Landwirtschaft setzten die Natur- und Tierschützer im Rahmen der Lenkungsgruppe „Tölzer Moorachse“ zahlreiche Renaturierungsprojekte im Landkreis um. „Die Bedeutung von naturnahen Mooren ist vielfältig. Sie reicht von Arten- und Biotopschutz über Landschaftsgeschichte und Ästhetik bis hin zu Wasserrückhalt und Klimaschutz“, sagt Elisabeth Pleyl, Gebietsleiterin im ZUK in Benediktbeuern.

Die LBV-Kreisgruppe hatte im Rahmen des ersten „Klimafrühlings Oberland“ zu einem Vortragsabend nach Königsdorf geladen – und das Thema Moor- und Klimaschutz fand enormes Interesse. Unter den Zuhörern waren Michael Grasl, Sprecher der Landkreis-Bürgermeister, Wasserwirtschaftsamts-Chef Roland Kriegsch, der stellvertretende Forstbetriebsleiter Robert Krebs sowie Mitarbeiter des Amts für Landwirtschaft, Landwirte, Moorgrundstückseigentümer, Naturschutzaktive und -interessierte sowie Landrat Josef Niedermaier.

Letzterer würdigte, dass die Tölzer Moorachse seit 15 Jahre gemeinschaftlich Renaturierungsprojekte plant und durchführt. Fünf große Projekte sind umgesetzt: die Königsdorfer Weidfilze, die Auer Filze zwischen Königsdorf und Bad Heilbrunn, die Sonnenhofer Filze bei Königsdorf, die Kirchseefilze und die Eglinger Filze. Landwirt Benedikt Zangl schilderte die beeindruckende Begehung eines renaturierten Moores, in dem zu Füßen der Teilnehmer Libellen schlüpften. „Mir ist es wichtig, dass Mittel bereitstehen, um diese Naturschätze zu bewahren“, sagte Zangl.

ZUK-Gebietsleiterin Pleyl betonte, dass die Moore im Landkreis elf Prozent der Fläche umfassen. Renaturierungen seien bisher auf einem Viertel der noch relativ naturnahen Gebieten umgesetzt worden, beginnend vor über 20 Jahren auf Flächen des Klosters Benediktbeuern. Vielfältig seien die Synergien: Moore böten Artenschutz, dienten als Kohlenstoffspeicher und Wasserrückhaltflächen.

LBV-Gebietsbetreuerin Birgit Weis stellte die Bedeutung einzelner Arten in den Fokus, aber auch die geschichtliche Bedeutung der Moore als Archive der vergangenen Jahrtausende. Aktionen mit Schulklassen brächten Kindern und Jugendlichen zudem nahe, „welche Schätze der Natur in ihrer Umgebung vorkommen“.

Ein Vortrag von Prof. Dr. Matthias Drösler rundete die Veranstaltung ab. Er leitet das Institut für Ökologie an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und war von 2011 bis 2013 als koordinierender Leitautor im Weltklimarat tätig. Er betonte, welche Bedeutung den Moorstandorten bei der Suche nach Reduktion der Kohlendioxidfreisetzung zukommt.

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