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Einsatz im Moor: Beim Brand am Lindenrain westlich des Segelflugzentrums sind am Sonntag 20 000 Quadratmeter Wiese verbrannt, außerdem Fichten und seltene Spirkenfilze.

Brand im Königsdorfer Moor

Schaden größer als gedacht

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Königsdorf - Beim Brand im Königsdorfer Moor westlich des Segelflugplatzes ist am Sonntag deutlich mehr Fläche verbrannt als ursprünglich angenommen. Doppelt so viel, um genau zu sein.

Wie der stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Königsdorf, Richard Vogl, mitteilt, ergab eine Begehung des Brandorts am Lindenrain, dass über 20 000 Quadratmeter betroffen sind – und nicht, wie zunächst angenommen, 10.000 Quadratmeter. Am Montag musste die Feuerwehr nochmals mit zwei Fahrzeugen und acht Mann ausrücken, um weitere Glutnester zu löschen. Diese waren auf Luftbildaufnahmen zu erkennen. Wie berichtet hatten zwei Buben einen angezündeten Böller ins Gras geworfen und den Brand ausgelöst.

Auch seltene Spirkenfilze sind verbrannt

Nach Auskunft des Forstamts ist nicht nur Gras niedergebrannt. Auch Bäume sind betroffen, und zwar solche, die am Rand des Moores stehen. „Beschädigt sind Fichten und Spirkenfilze. Letztere sind relativ selten und ökologisch wertvoll“, erklärt Sebastian Schlenz vom Amt für Ernähung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Holzkirchen. Die etwa fünf Waldbesitzer, auf deren Areal das Feuer wütete, würden die Entwicklung im Auge behalten, vor allem mit Blick auf den Borkenkäfer: „Der liebt solche geschwächten Bäume, um sich einzunisten“, so Schlenz.

Die Löscharbeiten waren extrem aufwändig

Die Löscharbeiten am Sonntag waren ein großer logistischer Kraftakt. Wie Richard Vogl mitteilt, waren 120 Frauen und Männer der Feuerwehren Königsdorf, Osterhofen, Geretsried, Beuerberg und Wolfratshausen im Einsatz, außerdem Kräfte der Polizei mit Hubschraubern, der Rettungsdienst und die BRK-Schnelleinsatzgruppe. Es wurden 1,8 Kilometer an Schlauchleitungen verlegt. 

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