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Steht leer: Die Containeranlage an der Königsdorfer Kindertagesstätte. Bürgermeister Demmel hofft, dass sie nächste Woche in Betrieb geht. 

„In der Zeit baut man fast neu“

Brandschutz-Probleme: Kita-Container in Königsdorf stehen leer

Seit September steht die Containeranlage für die Kindertagesstätte verwaist am Parkplatz der Einrichtung. Die genauen Gründe dafür wollte Bernhard Woisetschläger (UBL) am Dienstag im Gemeinderat wissen.

Königsdorf – Eltern würden bereits ständig bei ihm nachfragen. Wie berichtet soll in den Containern eine fünfte Gruppe der Kindertagesstätte untergebracht werden.

Im Juni vergangen Jahres hatte der Gemeinderat die Anschaffung der Anlage beschlossen. Diese ist zirka sechs mal 17 Meter groß und bietet Platz für 25 Kinder Platz. Kostenpunkt: rund 76 000 Euro. Der Behelfsbau umfasst einen Eingang mit Garderobe, einen Sanitärbereich sowie einen Gruppenraum und einen kleineren Zusatzraum. Aufgestellt wurde die Anlage am Parkplatz unmittelbar an der Grundstücksgrenze der Einrichtung.

Andreas Baumann, Bauamts- und Geschäftsleiter der Gemeinde, erläuterte dem Gremium, dass durch den benötigten Unterbau an dem Standort eine Tektur nötig geworden sei, die im Januar eingereicht wurde. Abstandsflächen seien nicht eingehalten worden. Er erwarte die Genehmigung in den nächsten Tagen. In der ersten Februarwoche sei eine Begehung wegen der noch fehlenden Brandschutzbescheinigungen geplant. Er hoffe, dass die Container im Anschluss in Betrieb gehen können.

Laut Bürgermeister ist einiges schiefgelaufen

Wie die Pressestelle des Landratsamts auf Nachfrage bestätigt, liegen die Brandschutzbescheinigungen I und II noch nicht vor, die sowohl für das Aufstellen der Container als auch für eine Inbetriebnahme zwingend notwendig sind.

Bürgermeister Anton Demmel (CSU) sagte am Mittwoch im Gespräch mit unserer Zeitung, dass einiges schiefgelaufen sei. „Der Sinn der Containeranlage, nämlich eine zügige Nutzung der mobilen Anlage, ist konterkariert“, ärgerte sich der Rathauschef. „In der Zeit baut man fast neu.“ Dies sei den Eltern nicht mehr vermittelbar. Er könne sich dafür nur entschuldigen. Er hoffe, dass die Anlage nächste Woche in Betrieb genommen werden könne.

Die Leiterin der Kindertagesstätte, Edith Kurzlechner, erklärt auf Nachfrage, dass man sich mit dem Turnraum ganz gut habe behelfen können. „Trotzdem freuen wir uns, wenn wir endlich einziehen können.“

Yvonne Zuber

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