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Der Tatort: Die Diebe brachen die Brieftauben-Hütte des Geretsrieders Stipan Guljas (66) am Strobelweiher auf und stahlen 29 Tauben. Lassen sie die Tiere wieder frei, finden sie vielleicht in die Gemeinde Königsdorf zurück.

29 Vögel am Königsdorfer Stroblweiher geklaut 

Brieftauben gestohlen: Stipan Guljas hat noch Hoffnung

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Königsdorf/Geretsried –Stipan Guljas (66) ist am Boden zerstört. Seit 40 Jahren züchtet der Geretsrieder Brieftauben. Seit Dienstag sind sie alle weg. Ein bisschen Hoffnung hat er noch.

Am Montagmorgen hat Stipan Guljas noch nach dem Rechten geschaut. Er hält 29 Brieftauben in einer Hütte nahe des Königsdorfer Strobelweihers. Dort sind die Tiere in mehreren so genannten Ausflügen untergebracht, das sind spezielle Käfige für Brieftauben. „Da war noch alles in Ordnung“, sagt der 66-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Einen Tag später dann der Schock: Das Fenster des Häuschens war zerstört, laut Polizei haben der oder die Täter es einfach eingeschlagen. Auch die Ausflüge haben die Unbekannten mit Gewalt aufgebrochen und neben den Tieren auch ein Stromaggregat mitgenommen.

Offenbar hatten die Täter bereits vor vier Wochen versucht, die Vögel zu stehlen. Damals fand Guljas die Tiere vor dem Häuschen, sie waren in Kartons verpackt. „Ich hielt das für einen dummen Streich“, sagt der Geretsrieder. Weitere Schritte hat er aus diesem Grund nicht unternommen. Jetzt hat er die Polizei eingeschaltet. „Jede Taube hat immerhin einen Wert von 300 oder 400 Euro.“ Macht insgesamt einen Beutewert von 9200 Euro. Auch wegen des Vorfalls vor vier Wochen ist er sich sicher: Der Diebstahl ist keine Zufallstat – der oder die Täter müssen einen genauen Plan gehabt haben.

„Brieftauben lassen sich auch nicht einfach so einfangen, die sind wendig und schnell.“ Außerdem liege die Hütte so abgelegen, dass man nicht einfach zufällig daran vorbeikomme. Einen konkreten Verdacht hat der 66-Jährige nicht. „Ich habe keine Ahnung, warum jemand so etwas machen sollte. Ich habe keine Feinde. Ich verstehe das nicht.“

Guljas, der ursprünglich aus Ungarn stammt, ist Mitglied im Geretsrieder Brieftaubenverein „Isartaler Friedensboten“. Seine Vögel nehmen regelmäßig am Wettbewerben teil. Das heißt, sie fliegen an unterschiedlich weit vom Startpunkt entfernten Stellen los und suchen sich dann ihren Weg nach Hause. Dabei legen sie Entfernungen zwischen 150 und 600 Kilometern zurück und nutzen unter anderem das Erdmagnetfeld zur Orientierung. Zwar wird immer mal wieder eine Taube Opfer eines hungrigen Habichts oder Bussards, sagt Guljas. „Aber in der Regel kommen alle zu mir zurück.“

Mit diesem Satz verknüpft er eine leise Hoffnung: Sollten die Vögel es irgendwie in die Freiheit schaffen, wären zumindest einige von ihnen in der Lage, den Weg zum Strobelweiher zu finden. Ein bisschen Sorge bereitet dem Geretsrieder aber das Wetter. „Es ist gerade ziemlich kalt. Das ist nicht optimal.“

Zeugen gesucht

Zum Diebstahl nimmt die Polizei in Geretsried Hinweise entgegen. Zeugen, die etwas Verdächtiges bemerkt haben, sollen sich unter Ruf 0 81 71/9 35 10 melden.

fla

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