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In der Gemeinde Königsdorf trafen sich vor wenigen Tagen 18 junge Leute in einem Hotel.

18 Jugendliche aus 16 Haushalten

Polizei löst illegales Treffen in Hotel auf: Chefin erklärt Vorfall - „Halten uns strikt an Corona-Regeln“

  • vonPeter Borchers
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18 junge Leute haben sich in einem Hotel in Königsdorf getroffen - trotz der geltenden Corona-Bestimmung. Die Betreiberin erklärt, wie es dazu kam.

Königsdorf – Menschenansammlungen sind nach dem Infektionsschutzgesetz aktuell nicht erlaubt. Aus diesem Grund sah sich die Polizei am Donnerstagabend gezwungen, ein Treffen von 18 jungen Leuten aus – wie sich herausstellte – 16 unterschiedlichen Haushalten in im Königsdorfer Posthotel Hofherr aufzulösen (wir berichteten).

Nach illegalem Treffen in Königsdorf: Hotelchefin betont „War ein privates Treffen unter Jugendlichen“

Ihr sei der Vorfall sehr unangenehm, sagt Lydia Hofherr auf Nachfrage. Der Hotelchefin ist es wichtig klarzustellen, dass die Zusammenkunft nichts mit ihrem Betrieb zu tun hat. „Das war keine Veranstaltung, keine Party, keine Einladung des Hotels, wir haben ja seit Wochen geschlossen. Wir als Unternehmer halten uns strikt an die Corona-Regeln.“

Vielmehr hätten ihre drei Söhne im Alter zwischen 17 und 24 Jahren Besuch von Freunden bekommen. „Das war ein privates Treffen von Jugendlichen, wie es in diesen Wochen an jedem See, an jedem Fluss vorkommt.“ In diesem Fall sei der Treffpunkt bedauerlicherweise eine große Wirtschaft mit 500 Sitzplätzen gewesen, die momentan leer stehe. „Den Platz haben die Buben ausgenutzt.“

Königsdorf: Jugendliche treffen sich mit Freunden in Hotel - Vorfall hat Konsequenzen

Was nicht bedeutet, dass Lydia Hofherr das Verhalten ihrer Söhne billigt. Sie habe von dem Treffen nichts gewusst, beteuert die Hotelchefin, „und erlaubt hätte ich es niemals“. Natürlich habe jeder der drei „seinen Kapitalanschiss gekriegt“. Das fällige Bußgeld müssten die Sprösslinge aus ihrer eigenen Tasche zahlen. „Es ist ihnen so hoffentlich eine Lehre“. „Aber“, so Hofherr, „ich werde meine Buben wegen der Sache auch nicht verstoßen.“

Wie die Angelegenheit ans Licht kam, weiß die Mutter nicht. Sie hofft, dass keine Denunzianten im Spiel war. Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, kann sie zumindest in diesem Fall beruhigen: „Auf die Feier ist eine Streifenbesatzung aufmerksam geworden.“

Corona hat einige Betriebe mehr oder weniger lahm gelegt. Auch Friseursalons mussten monatelang schließen. Eine Friseurmeisterin wagte deshalb einen großen Schritt: Sie arbeitet jetzt als Postzustellerin. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter.

(peb)

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