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Spurensuche nach dem Doppelmord in Königsdorf.

Was bisher geschah

Doppelmord in Königsdorf: Die Chronologie der Gewalttat

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    Kathrin Brack
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Königsdorf - Nach einem Doppelmord steht Königsdorf unter Schock, und mit dem kleinen Dorf das ganze Umland. Das ist die Chronologie der Woche nach der brutalen Tat.

Ganz Deutschland blickt seit einem erschütternden Doppelmord auf das kleine Königsdorf. Angst und Hilflosigkeit gehen in der Gemeinde um. Die grausame Tat war sogar schon Thema der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse.

In unserem Königsdorf-Ticker können Sie die Ereignisse mitverfolgen.

Sonntag, 26. Februar 

Die Nachricht verbreitet sich bayernweit rasend schnell: In der Nacht auf Sonntag hat die Polizei in einem Einfamilienhaus im Königsdorfer Weiler Höfen zwei Leichen und eine Schwerverletzte gefunden. Eine Soko wird eingerichtet. Hubschrauber suchen die Gegend ab. 

Montag, 27. Februar 

Die Polizei präzisiert den Tatzeitraum: Vermutlich haben Einbrecher zwischen Mittwochabend und der Nacht auf Samstag zugeschlagen. Die Ermittler gehen von Raubmord aus. Gestorben sind eine 76-jährige Frau aus Eschborn bei Frankfurt und ein 81-Jähriger aus Hagen in Nordrhein-Westfalen – durch stumpfe, massive Gewalt. Die schwerverletzte Hausbesitzerin Luise Strauch, 76, liegt im Krankenhaus. Sie ist nicht vernehmungsfähig, Polizisten bewachen sie. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt wegen zweifachen Mordes in Tateinheit mit versuchtem Mord. „Es handelt sich um eine überaus schockierende und brutale Tat, wie es sich so, zumindest in jüngster Zeit, in dieser Region nicht ereignet hat“, sagt Polizeipräsident Robert Kopp. Die „Soko Höfen“ wird von 42 auf 52 Ermittler aufgestockt. 

Dienstag, 28. Februar 

Vor Ort in Höfen ist Top-Profiler Alexander Horn, 43. Der gebürtige Tölzer ist international gefragter Experte bei der Analyse von Verbrechen. In Königsdorf wird derweil trotz aller Tragik Fasching gefeiert: Die Gemeinde und die „Kinschdarfer Maschkera“ haben entschieden, den geplanten Umzug stattfinden zu lassen. Die Stimmung ist gedrückt, es kommen deutlich weniger Leute als sonst – das Wetter ist allerdings auch mies. 

Mittwoch, 1. März 

Der Mordfall wird in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ behandelt. Moderator Rudi Cerne spricht mit Soko-Chef Markus Deindl. Die Polizei hofft auf Hinweise: Wer hat verdächtige Beobachtungen gemacht? Und wer kennt die Schwerverletzte, die häufig auf Kur war? Es gehen mehrere Hinweise ein. Die Kripo Weilheim ist weiter unter Telefon 08 81/ 64 01 23 erreichbar. 

Freitag, 3. März 

Die Polizei durchkämmt ein Gelände bei Bad Heilbrunn auf der Suche nach verdächtigen Gegenständen. Dass die Gegend an der B 472 trotz zehn Kilometern Entfernung zum Tatort abgesucht wird, erfolge nicht nach konkreter Hinweislage, teilt die Polizei mit. Man schöpfe nach dem „Kapitaldelikt“ aber alle Möglichkeiten der Spurensuche aus.

Donnerstag, 9. März

Eigentlich sollen Taucher der Bereitschaftspolizei die Loisach absuchen. Doch der Tauchgang wird wegen des schlechten Wetters abgesagt.

Freitag, 10. März

Am Vormittag teilt die Polizei nun mit, dass zwei Tatverdächtige ermittelt wurden. Eine 49-jährige Polin wurde bereits zwei Tage zuvor gefasst und sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Ihr Bruder ist noch auf der Flucht. Es werden grausame Details zur Tatnacht bekannt.

Freitag, 17. März

Ein zunächst als Zeuge gesuchter Mann wird als mutmaßlicher Mittäter verhaftet.

Donnerstag, 23. März

Die Polizei verhaftet in Polen den Sohn der ehemaligen mitverdächtigen Pflegekraft. Der 23-Jährige wird bereits am 21. März in Stettin festgenommen, gegen ihn liegt ein internationaler Haftbefehl vor.

Freitag, 31. März 

In Stettin wird der letzte Verdächtige Robert P. festgenommen. Die Polizei berichtet in einer Pressekonferenz vom Fahndungserfolg.

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