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Eine weitere Tragik enthüllte am Dienstag der Prozess um den Doppelmord in Höfen. 

Zwei Menschen wurden ermordet

Doppelmord von Höfen: Die tragischen Hintergründe der grausamen Tat

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Die Königsdorferin (76), die bei dem grausamen Doppelraubmord schwerst verletzt wurde, hat vergangenes Jahr nicht nur einen Bekannten verloren. Der ermordete 81-Jährige war viel mehr als das.

Königsdorf/Höfen – Der sechste Prozesstag im Doppelraubmord von Höfen hat die gesamte Tragik offenbart, die diese Gewalttat umgibt. Als Zeuge war ein Rettungshelfer (50) aus Hagen in Nordrhein-Westfalen geladen. Der Mann hatte den 81-jährigen Bekannten der Hausbesitzerin (76) aus Höfen in dessen Heimat betreut. Der Senior war in der Nacht auf den 23. Februar 2017 von den mutmaßlichen Tätern aus Polen auf grausame Weise umgebracht worden.

Der 81-Jährige hatte sich wenige Tage zuvor voller Vorfreude auf die Reise nach Oberbayern gemacht. „Ich kannte ihn aus dem Betreuten Wohnen. Er war ein freundlicher, lebenslustiger Mensch“, sagte der Zeuge. Mit der Bahn wollte der 81-Jährige zu der Witwe in Höfen. Die beiden waren seit einiger Zeit liiert. „Doch das war ein Geheimnis, das sollten die Angehörigen nicht wissen“, berichtete der Zeuge. Der Senior hatte ihm in seiner Begeisterung das Geheimnis anvertraut. Zwei Jahre zuvor hatte dieser seine Ehefrau verloren, das Paar war noch zusammen ins Betreute Wohnen eingezogen. 

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Der Mann der Hausbesitzerin aus Höfen war 2017 gestorben. Die mitangeklagte Malga L. hatte ihn lange gepflegt und derweil Einblick in die finanziellen Verhältnisse der Eheleute erhalten. Vielleicht lernte sie in dieser Zeit auch den 81-Jährigen aus Hagen kennen. Er und die Witwe waren bereits seit 1995 locker befreundet. Mit welcher Wucht die 76-jährige Überlebende auch psychisch getroffen wurde, ließ sich am gestrigen Prozesstag nur erahnen. Erst hatte sie ihren Mann verloren, dann wurde ihr spätes Glück zerstört – bislang konnte die Frau noch nicht vernommen werden, auch nicht per Videoübertragung.

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Der Rettungshelfer berichtete, dass ihm der 81-Jährige irgendwann in Hagen abgegangen war. Mehrfach rief er auf dem Handy an. Doch das hatten die Täter mitgenommen, wie eine Funkzellen-Auswertung ergab. Am Faschingssonntag wurde der Betreuer in die Wohneinrichtung gerufen. Die Polizei erzählte ihm, was passiert war. „Anhand von Fotos habe ich den Mann identifiziert“, sagte der Zeuge tonlos. Neben dem 81-Jährigen war auch eine Bekannte (76) der Hausbesitzerin ermordet worden. Anschließend raubten die Männer das Haus aus. Der Prozess dauert an.

wal

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