+
In diesem Haus in Höfen ereignete sich der Doppelmord.

Ihre beiden Gäste starben bei dem Überfall

Sie leidet noch heute! So geht es der einzigen Überlebenden des Doppelmords von Höfen

  • schließen

Luise S. wird im Februar in ihrem Haus überfallen und zusammen mit zwei Gästen schwer verletzt zurückgelassen. Sie überlebt als einzige die Tat - doch wie geht es ihr heute?

Ein schreckliches Ereignis, das die Überlebende Luise S. (76) aus Höfen im Februar 2017 miterleben musste. Sie wird zusammen mit zwei Bekannten (76, 81), die an dem Abend zu Besuch waren, in ihrem eigenem Haus von drei Männern überfallen, ausgeraubt und schwer misshandelt zurückgelassen. Die beiden Gäste sterben an den Folgen der Gewalteinwirkung, Luise selbst wird zwei Tage später schwerst verletzt gefunden. Doch wie geht es der 76-Jährigen heute?

Ein ehemaliger Nachbar berichtet über die Situation

Die Abendzeitung hat mit Luises früherem Nachbar, dem Promi-Wirt Kay Wörsching, über den Vorfall von Februar geredet. Der Mann, der mittlerweile die Champagneria im Karstadt am Bahnhofsplatz betreibt, zog 2005 gemeinsam mit seinem Mann Achim Neumann nach Höfen. Dort wollte er Ruhe und ein wenig Abstand von dem Alltag der Promis gewinnen.

Der Umzug war ein voller Erfolg: „Höfen ist ein idyllischer Weiler, herrlichstes oberbayerisches Voralpenland, Natur pur.“ Auch mit der Nachbarin Luise verstanden sich die beiden Männer auf Anhieb sehr gut. Diese soll ihnen nach ihrem Einzug ins Nachbarhaus einen Willkommensbrief geschrieben haben und später sogar regelmäßig Kuchen sowie Plätzchen zur Weihnachtszeit über den Zaun gereicht haben - eine nette und zuvorkommende Nachbarin, wie es scheint.

Doch nach dem Vorfall in der Nacht auf den 23. Februar ist nichts mehr, wie es einst war. Luise musste ins künstliche Koma versetzt und ständig überwacht werden, da sie die einzige überlebende Zeugin des Überfalls ist. Der Promi-Wirt Kay Wörsching war zwei Tage vor dem schrecklichen Überfall mit seinem Mann weggezogen: „Der Umzug hat vielleicht unser Leben gerettet.“ Seiner Aussage nach war zuvor geplant, trotz des Umzugs mit der einstigen Nachbarin in Kontakt zu bleiben. Sie hatten bereits ein gemeinsames Fest im Frühling in Luises Garten geplant, um deren neuen Pavillon einzuweihen. Doch dazu sollte es nie kommen, da sie zu diesem Zeitpunkt noch im Koma liegt. 

So geht es der Überlebenden heute

Erst vor kurzem soll das Paar seine ehemalige Heimat besucht und unter anderem mit einer anderen Nachbarin über den Vorfall geredet haben - noch immer sind in Höfen alle schockiert und können nicht glauben, was passiert ist. Und wie lebt die 76-Jährige heute, die als einzige die Schreckenstat überlebt hat? „Es gibt schusssichere Scheiben, eine Polizistin wohnt bei ihr“, so Kay Wörsching. Luise S. gehe es seit dem Vorfall sehr schlecht: „Sie hatte nach ihren schweren Verletzungen monatelang einen totalen Gedächtnisverlust, hat heute dauernd Schwindel und fällt oft hin.“

Eine grausame Tat, die wohl niemand so schnell vergessen wird. Die drei mutmaßlichen Täter und eine weitere Frau stehen vor Gericht. Der Prozess soll im nächsten Jahr beginnen. 

nz

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nach fast 20 Jahren: Gummibärchenladen am Marienplatz muss schließen
Schlechte Nachricht für alle Naschkatzen: Der Gummibärchenladen in der Altstadt schließt Ende Mai. Inhaber Tobias Krätzschmar bedauert diesen Schritt sehr. „Aber es geht …
Nach fast 20 Jahren: Gummibärchenladen am Marienplatz muss schließen
Was Integration bedeutet - und was nicht
Die Stadt Geretsried hat ein Integrationskonzept. Beim zehnten Integrationsforum stellten es die Verantwortlichen vor und sagten klar, was sie damit erreichen wollen - …
Was Integration bedeutet - und was nicht
Geheimnisvolle Ruinen im Wald um Geretsried: Was dahintersteckt - und wie man sie findet
Die Tür der Betonsäule fehlt, die Außenwände sind verwittert. Allmählich erobert Moos das Gestein. Im Geretsrieder Wald verwittern sonderbare Ruinen. Das steckt dahinter …
Geheimnisvolle Ruinen im Wald um Geretsried: Was dahintersteckt - und wie man sie findet
Starnberger See: Stand-Up-Paddler stürzt unterkühlt ins Wasser - er hatte Riesenglück
Wäre der Stand-Up-Paddler wenige hundert Meter später ins Wasser gestürzt, hätte er vielleicht nicht überlebt. Doch dem Ort und den Menschen dort verdankt er nun sein …
Starnberger See: Stand-Up-Paddler stürzt unterkühlt ins Wasser - er hatte Riesenglück

Kommentare