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Die Polizei hat bei der Aufklärung des Mordfalls in Höfen ganze Arbeit geleistet. 

Mordfall in Königsdorf-Höfen

Erster Täter nach Deutschland ausgeliefert

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Die Aufarbeitung des entsetzlichen Mordes von Höfen schreitet voran: Jetzt ist der erste Verdächtige nach Deutschland überstellt worden. Bislang schweigt der Pole zu den Vorwürfen. 

Königsdorf – Die Ermittlungen nach dem Doppelmord in Königsdorf-Höfen gehen weiter: Einer der drei in Polen festgenommenen mutmaßlichen Täter ist nun nach Deutschland überführt. Das teilt Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Die beiden anderen mutmaßlichen Tatbeteiligten sitzen noch in einem polnischen Gefängnis.

Gut eine Woche ist es her, dass die Soko „Höfen“ ihren Fahndungserfolg verkündete. Der letzte von drei Männern, die im Verdacht stehen, an dem Raubmord Ende Februar in Höfen beteiligt gewesen zu sein, wurde am 31. März aufgegriffen (wir berichteten). Eine Pflegekraft war zuvor in Deutschland festgenommen worden.

Der Fahndungserfolg und die Tatsache, dass die Polizei davon ausgeht, dass alle bisher Verdächtigen in Untersuchungshaft sitzen, bedeutet nicht, dass sich die Ermittler nun ausruhen können. Es geht an den Feinschliff. Dafür müssen sich aber alle mutmaßlichen Täter in Deutschland befinden.

Da die drei flüchtigen Männer im polnischen Stettin aufgegriffen wurden, hat die Staatsanwaltschaft München Auslieferungshaftbefehle an die zuständige Staatsanwaltschaft in Polen gestellt. Dort werden sie auf ihre formelle Richtigkeit geprüft, und die Verdächtigen können Rechtsmittel einlegen. Deswegen dauern die Auslieferungen unterschiedlich lange.

Die Auslieferung der mutmaßlichen Täter ist eine Frage der Zeit

Bei einem der Festgenommenen hatte der Auslieferungshaftbefehl bereits Konsequenzen: Der Mann sitzt nun in einer deutschen Haftanstalt. In welcher, gibt die Polizei nicht preis. „Wir gehen davon aus, dass die beiden anderen demnächst auch aus Polen nach Deutschland überführt werden“, sagt Thalmeier. Bei dem bereits überführten Tatverdächtigen handelt es sich um den 32-jährigen Polen, den die Soko zunächst als Zeuge gesucht hatte. Laut Thalmeier hat er bisher keine Angeben gemacht.

An dem folgenschweren Einbruch in der Nacht auf den 23. Februar in das Einfamilienhaus in Höfen sollen neben dem 32-Jährigen eine Pflegekraft (49) aus Polen, die sich bis Herbst 2016 vor Ort um den Ehemann der Hauseigentümerin gekümmert hat, ihr Sohn (23) und der Bruder der Pflegekraft (43) beteiligt gewesen sein. Eine Frau aus Frankfurt (76) und ein Mann aus Nordrhein-Westfalen (81) starben. Das dritte Opfer kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die 76-Jährige befindet sich auf dem Weg der Besserung, ist aber laut Polizei noch nicht vernehmungsfähig.

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