Gämmerler-Kieswerk in Königsdorf-Wiesen
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Das Gämmerler-Kieswerk in Königsdorf-Wiesen. Dort möchte das Unternehmen eine Asphaltmischanlage bauen.

Gemeinderat Königsdorf

Firma Gämmerler darf unter Auflagen neues Asphaltmischwerk im Sondergebiet bauen

  • vonPeter Borchers
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KönigsdorfDie Firma Gämmerler, Betreiber des Kieswerks gegenüber des Bibisees, möchte auf ihrem Betriebsgelände eine Anlage zur Herstellung und Lagerung von Asphaltmischgut bauen. Der entsprechende Antrag lag dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung zur Entscheidung vor. Das Gremium gab dem Vorhaben mit 14:2 Stimmen sein Plazet. Allerdings hat Gämmerler einige Auflagen zu erfüllen.

Das Grundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans Wiesen-Fiechtner See, einem für den Kiesbe- und -weiterverarbeitung ausgewiesenen Sondergebiet mit Landschaftssee. Vor einigen Jahren sei in diesem Bereich schon einmal eine derartige Anlage gestanden, erläuterte Geschäftsleiter Andreas Baumann den anwesenden Räten. „Jetzt soll eine neue entstehen, ergänzt von einer Halle, in der Material zur Asphaltherstellung gelagert wird.“ Bau und Betrieb einer Asphaltmischanlage unterliegen der Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz und sind laut Bebauungsplan zulässig. Die Erschließung ist über die B11 beziehungsweise über den Weidenweg gesichert. Das Verkehrsaufkommen soll bei 40 Lkw pro Stunde liegen.

Hans Hartl (CSU) erinnerte nochmals daran, dass das geplante Mischwerk näher am „freigelegten Grundwasser“ liegen werde als das einstige. Deshalb seien die in der vorbereitenden Sitzung des Bauausschusses angesprochenen Auflagen – wasserdicht befestigte Lkw-Stellplätze und in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt nachgeschaltete Ölabscheider – dringend einzuhalten. Zudem drängte Hartl – wohl aufgrund von schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit – darauf, in einer möglichen Zustimmung unbedingt festzuhalten, „dass in der Halle auch wirklich nur Materialien für die Asphaltaufbereitung gelagert werden dürfen“.

Marlies Woisetschläger störte sich eher am veranschlagten Verkehrsaufkommen, fand die 40 Laster pro Stunde „eine harte Nummer“. Luise Seemayer beruhigte ihre Kollegin. Dies sei das Maximalaufkommen, sagte die CSU-Rätin, „es kann durchaus sein, dass auch nur fünf Lkw in einer Stunde fahren“.

In seine Genehmigung nahm das Gremium weitere Auflagen auf. So ist das Abwasser über einen Kanal mit Anschluss an den gemeindlichen Schmutzwasserkanal zu beseitigen. Der Antragsteller muss den Entwässerungsplan überdies über die Gemeinde einreichen. Und last but not least darf Gämmerler mit den vorgesehenen Nutzungen das angrenzende Wasserschutzgebiet der Kommunen Königsdorf und Geretsried in keiner Weise beeinträchtigen.

Auf den Einwand von Hans Hartl ergänzte Geschäftsleiter Andreas Baumann die Auflagen noch um den Punkt, dass die neue Halle nicht zur Lagerung von Aushubmaterial zur Beprobung genutzt werden darf.  

peb

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