„Wir sind optimistisch“

Geothermie: Wird in Königsdorf bald gebohrt? 

In Königsdorf wurde die bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme verlängert. Die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch.

Königsdorf– Still war es zuletzt um das Geothermieprojekt in Königsdorf. Jetzt wurde die Gemeinde darüber informiert, dass die bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme verlängert wurde. Das berichtete Bürgermeister Anton Demmel dem Gemeinderat.

Im Jahr 2006 war die Aufsuchungserlaubnis erstmals an die Firma A.I.R. Geokraft, die inzwischen Tiefengeothermie Königsdorf GmbH &Co. KG heißt, erteilt worden. Sechs Jahre später wurden die seismischen Messungen durchgeführt. Die 3D-Seismik sollte Klarheit über das Reservoir an Thermalwasser in 5000 bis 5500 Metern Tiefe bringen, dessen Temperatur bei etwa 160 Grad Celsius liegen soll. Die Messfahrzeuge fuhren ein Gebiet von 56 Quadratkilometern ab. Bei einem Bürgerinformationsabend ein Jahr später kündigte das Unternehmen an, im ersten Quartal 2014 mit seiner Geothermiebohrung im Bereich des Fiechtnersees im Ortsteil Wiesen beginnen zu wollen.

Finanzierungsfrage noch nicht abschließend geklärt

Zum aktuellen Sachstand gibt die Homepage der Tiefengeothermie Königsdorf wenig Aufschluss. Sie wurde offensichtlich schon länger nicht mehr aktualisiert. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt Geschäftsführer Michael Riedl, dass man „das Projekt weiterhin entwickelt“. Derzeit befinde man sich in der Genehmigungsphase. Zudem sei die Finanzierungsfrage noch nicht abschließend geklärt. „In die Planung werden jedenfalls auch die ausgewerteten Erkenntnisse der umliegenden Bohrungen miteinfließen“, erläutert Riedl weiter. Wie berichtet ist auf dem Hofgut Breitenbach bei Gelting gerade die zweite Geothermiebohrung gescheitert.

Zum weiteren Zeitplan sagt Riedl, dass man die erste Hälfte des nächsten Jahres noch für die Genehmigungen eingeplant habe und für die zweite Hälfte den Bau des Bohrplatzes. Wenn es Neuigkeiten gebe, werde man natürlich auch die Bürger informieren. „Wir haben einen guten Plan“, versichert Riedl. „Wir sind optimistisch, das Projekt umsetzen zu können.“ 

Yvonne Zuber

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