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Bald in Eritrea: Der Container wurde mit Werkzeug, Gießkannen, Fahrrädern und Schulbänken beladen.

Neuer Hilfstransport der Wasserstiftung Ebenhausen

Gießkannen für Eritrea

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Königsdorf/Ebenhausen - Wasser ist die Lebensgrundlage des Menschen, doch nicht überall gibt es so viel wie bei uns. Etwa in Eritrea. Deshalb hat die Wasserstiftung Ebenhausen wieder einen Hilfstransport nach Afrika fertig gemacht, mit 1700 Werkzeugen,  700 Gießkann, 150 Fahrrädern und ein paar Schulbänken.

Königsdorf/Ebenhausen – „Seit vier Jahren unterstützen wir so die Green Clubs“, berichtet Vorsitzender Ernst Frost, während er das Beladen des Lkw beobachtet. Vier Flüchtlinge, die derzeit in Königsdorf und Geretsried untergekommen sind, helfen, gespendete Fahrräder auf die Ladefläche zu hieven. Die Green Clubs wurden 2001 vom Landwirtschaftsministerium und einer Gruppe Umweltaktivisten in Eritrea gegründet. „Mittlerweile sind es 530 Clubs mit 14 000 aktiven Mitgliedern“, ergänzt Frost. Ihr Ziel ist es, Wissen in Theorie und Praxis über den Gartenbau, Aufforstung, Wasser- und Bodenschutz sowie der Wassergewinnung zu vermitteln. „Eritrea bestand früher zu 30 Prozent aus Wald“, rechnet Frost vor. „Jetzt sind es nur noch 0,5 bis ein Prozent.“ Doch um etwas anbauen oder Brunnen graben zu können, braucht es Werkzeug. Und hier kommt die Wasserstiftung ins Spiel.

Die Wasserstiftung vermittelt auch Wissen 

„Die Firma Krumpholz aus Kulmbach stellt uns zum Selbstkostenpreis Rechen, Spaten, Kreuz- und Spitzhacken zur Verfügung“, zeigt sich der Stiftungsvorsitzende dankbar. „Wir verteilen sie an die Green Clubs.“ So konnten unter anderem bereits Schulgärten angelegt werden. Ebenso wird in den schuleigenen Clubs das Aufziehen von jungen Pflänzchen sowie das Pflanzen und Schützen von Bäumen erlernt. „Die Jugend ist unsere Zielgruppe, sie tragen das Wissen weiter in ihre Dörfer.“ Daher bekommen Schüler, die sich in ihrer Freizeit in den Clubs engagieren, als Anreiz Fahrräder und Solarlampen geschenkt. So möchte man auch von der bisher üblichen Beleuchtung mit Kerosinlampen wegkommen. Frost: „Der Rauch verursacht Augenreizungen, Lungen- und Atemwegserkrankungen.“ Insgesamt hat die Wasserstiftung seit 2013 vier Container mit Waren im Wert von 72 000 Euro nach Eritrea geschickt. 

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