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Wer erkennt sich wieder? Die Sonderausstellung „Schule einst in Königsdorf und in Bayern“ wurde um 100 alte Klassenfotos erweitert. 

Sonderausstellung erweitert

Heimatmuseum zeigt „Schule einst in Königsdorf und Bayern“ 

Das Heimatmuseum führt die Sonderausstellung „Schule einst in Königsdorf und in Bayern“ in erweiterter Form fort. Neu sind etwa um die 100 Klassenfotos der Volksschule Königsdorf von den Geburtenjahrgängen 1939 bis 1995. 

Königsdorf – „Wir haben sehr viele Leute wegen der Fotos angesprochen“, schildert Marlies Hieke, die zusammen mit ihrem Mann Eduard das Heimatmuseum leitet, die Vorbereitungen für die Ausstellung. Man habe nicht nur Leute finden müssen, die ihre Bilder zur Verfügung stellen. Auch alle Namen der Schüler auf den Fotos zu ermitteln, sei manchmal recht knifflig gewesen. Die ehemaligen Schüler hätten sich untereinander kurz geschlossen. „Es gab zahlreiche Treffen wegen der Namen, bei denen auch viele Erinnerungen ausgetauscht wurden“, berichtet Hieke.

Sie selbst ging von 1956 bis 1961 in Königsdorf zur Schule. „Das heutige Heimatmuseum war mein früheres Klassenzimmer“, erzählt sie. Fast 100 Jahre haben die Armen Schulschwestern die Mädchen in Königsdorf unterrichtet und zwar im Klösterl, in dem sich das Museum befinden. Von 1978 bis 2004 wirkte Hieke selbst als Lehrerin an der Schule. „Zum Teil sind auf den Fotos drei Generationen einer Familie zu sehen.“

Wunsch nach mehr Verständnis für die Schüler von heute

Vertreten sind auf den Bildern auch viele bekannte Königsdorfer, wie etwa Bürgermeister Anton Demmel und die meisten Gemeinderäte. Spannend seien die Klassenfotos auch wegen der Veränderung des Kleidungsstils und der Frisuren sowie der Entwicklung der Mode. Der Betrachter unternehme zudem eine Zeitreise durch die Geschichte der Fotografie.

Zu entdecken gibt es in der Ausstellung auch Fotos aus dem Schulleben – von der Lesenacht über Faschingsfeiern bis zu Weihnachtsaufführungen. Bewundern können Besucher zudem einige Abschiedsgeschenke von Schulklassen an ihre Lehrer wie etwa eine aufwändig gestaltete Tischdecke und eine selbst gemachte Urkunde. Die beiden Museumsleiter hoffen auf viele Besucher. „Wir wollen mit der Ausstellung wieder die Schulzeit ins Gedächtnis zurückholen“, sagt Hieke. „Und auch erreichen, dass man vielleicht wieder mehr Verständnis für die Schüler von heute aufbringt.“

Öffnungszeiten

Das Heimatmuseum im Klösterl hinter dem Kirchturm ist bis Ende Oktober jeden Sonntag von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet. Träger des Museums ist der Verein „Unser Dorf“.

Yvonne Zuber

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