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Noch ist dort eine grüne Wiese: Auf das Hanggelände südlich des Allwetterplatzes werden die Königsdorfer die neue Schulturnhalle hinstellen. Den Beschluss fällte der Gemeinderat einstimmig. 

Einstimmiger Beschluss des Gemeinderats

Hier wird die neue Königsdorfer Schulturnhalle stehen

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In der jüngsten Sitzung hat der Königsdorfer Gemeinderat den Standort für die neue Schulturnhalle beschlossen. Sie wird südlich des Allwetterplatzes gebaut. 

Königsdorf – Die Gemeinde möchte ihre Schule zukunftsfähig machen. Sie soll zusätzliche Räume für die Mittagsbetreuung, die Kindertagesstätte und Sonderpädagogik bekommen – sowie eine neue Sporthalle. Die dringend nötige Sanierung der alten, Baujahr 1974, lohnt nicht mehr, da sie nach dem Vorliegen der schulamtlichen Genehmigung für künftig 14 statt zehn Klassen ohnehin zu klein wäre. Auf rund zehn Millionen Euro schätzen die Königsdorfer die gesamten Investitionskosten.

Wo aber soll die neue Halle stehen? Darüber zerbrachen sich die Gemeinderäte in den vergangenen Monaten die Köpfe. In ihrer jüngsten Sitzung kamen sie endlich zu Potte: Der neue Bau, mit etwa 410 Quadratmetern fast doppelt so groß wie der alte, soll südlich des Allwetterplatzes entstehen. Der Beschluss fiel mit 12:0 Stimmen eindeutig aus.

Zwei weitere mögliche Standorte waren ursprünglich zur Disposition gestanden: der eine dort, wo die jetzige Halle steht, der andere auf dem Eisplatz östlich der Schule. Ersterer schied rasch aus der Verlosung aus: Gehe man mit der Turnhalle raus aus dem bestehenden Schulkomplex, „schaffen wir Platz für andere Einrichtungen wie Fach- und Bewegungsräume“, stellte Bürgermeister Anton Demmel eingangs des Tagesordnungspunkts fest. Blieben also der Eisplatz und die Wiese südlich des Tartanfeldes, unter der allerdings einige Altlasten schlummern.

In der Bauausschuss-Sitzung Mitte September hatte Architekt Fritz Lück die Vor- und Nachteile beider verbliebenen Varianten erläutert. Baue man im Süden, würde unter anderem der Schulbetrieb durch die Arbeiten nicht eingeschränkt werden. Mit der Freihaltung des Eisplatzes lasse man sich zweitens Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft offen. Ebenso würde die Einrichtung der Mittagsbetreuung im Turnhallenneubau eine klare räumliche Trennung bedeuten und somit für mehr Räume für die Schule sorgen. Als Nachteil führte Lück neben der Entsorgung der erwähnten Altlasten mögliche Lärmimmissionen und die Verschattung der Anwohnergebäude an der Mooseuracher Straße und an der Sedlmeierstraße an.

In der Altlastenbeseitigung sieht Bernhard Woisetschläger (UBL) keinen Nachteil, „denn wir wissen, dass dort was drin liegt und könnten dieses Problem endlich angehen“. Zudem gebe es dafür Zuschüsse. Woisetschläger erachtet den Standort beim Allwetterplatz als zukunftsweisend“. Damit verbaue man sich nicht die Freiflächen um die Schule. Auch die Parkplatzsituation sei dort besser zu lösen – „gerade im Hinblick auf die Nutzung durch die Vereine abends“.

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Die Halle auf dem Eisplatz zu bauen und damit einen Treffpunkt zu verlieren, war für Marlies Woisetschläger (UBL) keine Option. Der sei so etwas „wie unser Dorfplatz“ und wecke, das habe sie in vielen Gesprächen herausgehört, bei vielen ein „Heimatgefühl“. Zudem sei die Anfahrt zu einer Turnhalle im Süden „viel günstiger“. Rainer Kopnicky (CSU) sprach sich ebenfalls für den südlichen Standort aus, plädierte aber für eine tiefere Baustelle. „Wir sollten versuchen, mit der Halle weiter in den Boden reinzugehen, um die Verschattung der Nachbargrundstücke so gering wie möglich zu halten.“ Die Halle an der Tölzer Jahnstraße sei ein gutes Beispiel.

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Lediglich Hans Hartl hätte sich mit dem Standort der neuen Halle im Osten der Schule anfreunden können, denn „mir ist der Eisplatz nicht so viel wert“. Ein großes Gebäude am jetzigen Standort würde den Kindergarten verschatten, eines im Süden die Anwohner. Allerdings, so der Parteifreie, seien seine Bedenken nicht so groß, um sich gegen die sich anbahnende Entscheidung pro Südstandort zu stemmen. Auch Hartl stimmte also letztlich für ihn.

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