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Runter vom Himmel, rein in die Werkstatt: Jan Kleu (li.) und Patrick Pölzlbauer (Mi.) überprüfen die Radbremse der LS 4, während Rüdiger Beck (re.) kleinere Lackschäden an der Rumpfunterseite ausbessert.

Segelflugzentrum in Königsdorf

Himmelsstürmer kennen keinen Winterschlaf

Königsdorf - Auch ohne Aufwind ist am Segelflugzentrum in Königsdorf etwas los. Sportlich tut sich im Moment bei den Segelfliegern aufgrund mangelnder Thermik wenig, dennoch sind die Flugsportler nicht im Winterschlaf.

Die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen auf Hochtouren. Wartungsarbeiten an den Flugzeugen sind zu erledigen – und um den Flugsport so günstig wie möglich durchführen zu können, erfolgen all diese Arbeiten auf ehrenamtlicher Basis.

Mit Sepp Eberl und Patrick Pölzlbauer gibt es in Königsdorf Motorwarte für Motorsegler und Schleppmaschine. Heike Baumann organisiert und überwacht als Werkstattleiterin die Arbeiten an den vereinseigenen Segelflugzeugen. Unter Anleitung werden die strengen Sicherheitskontrollen durchgeführt. Auch Schönheitsreparaturen wie zum Beispiel die Ausbesserung von Lackschäden, werden vorgenommen. Zusätzlich werden die Flugzeuge gereinigt und poliert, denn jede kleine Unebenheit im Lack verschlechtert die Flugeigenschaften, und das wollen die erfolgreichen Bundesliga-Piloten vermeiden.

Neben diesen Werkstatttätigkeiten findet im Winter laut Pressemitteilung der Theorieunterricht für die Flugschüler statt. Zum Erwerb der Pilotenlizenz gehört neben der praktischen Fliegerei auch Lernstoff über Luftrecht, Navigation, Meteorologie und Flugzeugtechnik. Alle Eventualitäten der Flugpraxis werden unter dem Titel „Verhalten in besonderen Fällen“ behandelt. Dazu zählt die Auswahl eines geeigneten Landefeldes für den Fall, dass ein Streckensegelflug mangels Thermik nicht zu Ende geführt werden kann. Bewuchs, Länge, Neigung, Hindernisse im Anflug und Windrichtung müssen richtig eingeschätzt werden. Übrigens verfügte auch Chesley Sullenberger, der US-Pilot, dem vor einigen Jahren die spektakuläre Landung seines antriebslosen Airbus auf dem Hudson River in New York gelang, über eine Segelflugausbildung. Luftfahrtexperten sehen gerade hierin die Grundlage für sein schnelles und zielgerichtetes Handeln in dieser außergewöhnlichen Notlage.

Im Alter von 14 Jahren kann die Ausbildung zum Segelflugzeugführer begonnen werden. Jeden Samstag ab 10 Uhr findet der Theorieunterricht im Vereinsheim am Segelflugzentrum in Königsdorf statt. Pressesprecher Mathias Schunk: „Wie beim Segelflugsport üblich, gibt es auch hier keine Altersgrenzen, hier findet man sowohl den 14-jährigen Schüler als auch den über 70-jährigen Rentner.“

red

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