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Premierenflug: Die Mü 31 hob erstmals vom Segelflugzentrum in Kön igsdorf aus ab.

Jungfernflug der Mü 31

Königsdorfer Segelflugzentrum: Studenten-Eigenbau hebt ab 

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Rekorde, Meistertitel – alles keine Seltenheit im Segelflugzentrum (SFZ) Königsdorf. Doch kürzlich stand dort ein Ereignis an, das selbst erfahrene Piloten in Aufregung versetzte: der Jungfernflug der Mü 31.

Königsdorf – Das einsitzige Hochleistungs-Segelflugzeug mit 15 Metern Spannweite und Wölbklappen haben Münchner Studierende vollkommen eigenständig entwickelt und gebaut.

„Die Mü 31 entstand nicht etwa in einer Lehrveranstaltung unter Anleitung eines Professors“, sagt SFZ-Sprecher Mathias Schunk. Die Maschine entspringe ausschließlich den Köpfen und Händen jener Hochschüler, die sich eigeninitiativ in einer studentischen Gruppe namens Akaflieg München engagieren. Akaflieg steht für „Akademische Fliegergruppe“. Getreu dem Motto „Konstruieren, Bauen und Fliegen“ wurden und werden dort seit 1924 31 Prototypen entwickelt. Zurzeit sind rund 40 Studenten in der Akaflieg aktiv. „Sie interessieren sich leidenschaftlich für den Flugzeugbau und wollen neben ihrem Studium praktische Erfahrungen sammeln“, sagt Schunk. Sponsoren aus der Industrie, ehemalige Mitglieder sowie die TU und die Hochschule München unterstützen die Gruppe.

Erste Idee entstand vor 20 Jahren

Mehrere Generationen von Hochschülern haben den Bau der Mü 31 von der ersten Idee vor 20 Jahren bis hin zur Fertigstellung vorangetrieben. Im Vergleich zu konventionellen Segelflugzeugen zeichnet sich das Flugzeug durch einen aerodynamisch optimierten Übergang von den Flügeln zum Rumpf sowie einen dreiteiligen Flügel in einer so genannten Schulterdecker-Konfiguration aus. Die Ehre des Erstflugs hatte Johannes Achleitner, ein ehemaliges Mitglied der Akaflieg. Er hat während seines Studiums sechs Jahre am Bau der Mü 31 gearbeitet und ist ein sehr erfahrender Pilot und Fluglehrer. Aktuell promoviert Achleitner an der TU München am Lehrstuhl für Leichtbau.

Das Team ist stolz, die Mü 31 nun endlich in der Luft zu sehen und sie der Öffentlichkeit präsentieren zu können. „Mit den Ergebnissen der ersten Flüge sind die Studierenden mehr als zufrieden“, berichtet Schunk. Obwohl nach dem Premierenflug noch viel Arbeit im Rahmen der Flugerprobung anfälle, hätten die ambitionierten Jung-Konstrukteure schon ein Nachfolgerprojekt im Visier: die Mü 32. „Dabei handelt es sich um ein Segellugzeug, das für den Kunstflugwettbewerb der Unlimited-Klasse optimiert werden soll.“  

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