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Kita wird um Container erweitert

Es hatte sich schon länger abgezeichnet, jetzt ist es beschlossene Sache: Die Gemeinde Königsdorf wird für den Kindergarten eine Containeranlage erwerben.

Königsdorf Der Gemeinderat stimmte am Dienstag geschlossen für diese Lösung. Hintergrund sind die hohen Anmeldezahlen. Die Kindertagesstätte (Kita) Königsdorf verfügt über 114 Plätze. Diese teilen sich in 90 Kindergarten- und 24 Krippenplätze auf. Wie Bürgermeister Anton Demmel in der Sitzung erläuterte, liegen für das Kindergartenjahr 2017/2018 derzeit 93 Anmeldungen für den Kindergarten und 18 für die Kinderkrippe plus ein Platz Inklusion vor. Aktuell seien noch zwei weitere Anmeldungen hinzugekommen. Mit einem Container könnte eine zusätzliche Kindergartengruppe geschaffen werden.

Demmel erklärte, dass die Möglichkeit bestehe, eine Containeranlage mit zirka sechs mal 17 Metern zu erwerben, in der 25 Kinder Platz hätten. Kostenpunkt: rund 76 000 Euro. Oder es könnte ein rund 2,50 Meter kleinerer Container angeschafft werden für 20 Kinder, der dann 10 000 Euro weniger kosten würde. Kaufen sei bei einer Planung über zwei Jahre günstiger als mieten, verdeutlichte der Rathauschef.

Beide Container würden über einen Eingang mit Garderobe, einen Sanitärbereich mit Waschbecken und Toiletten sowie einen Gruppenraum und einen kleineren Zusatzraum verfügen. Den Standort der Containeranlage müsste man angesichts der geplanten längeren Sanierung der Schulturnhalle mit dem Planer absprechen, meinte Demmel. Benötigt werde der Container als „Puffer“ für die Kita wohl etwa zwei Jahre. Dieser biete, so Demmel, aber auch eine Entlastung während der Bauarbeiten an der Schulturnhalle und könne unterschiedlich genutzt werden, wie etwa für die Mittagsbetreuung.

Vorausschauend planen

In der anschließenden Debatte wurde deutlich, dass viele Gemeinderäte als Standort für die Containeranlage den Parkplatz an der Kita favorisieren würden, was mit der kleineren Lösung einfacher zu verwirklichen wäre. Mehrere Räte sprachen sich klar gegen eine Nutzung des nahen Eisplatzes aus.

Hans Hartl (Freie Wähler) plädierte für die große Lösung angesichts des zu erwartenden „massiven Zuzugs“ in den kommenden Jahren durch die vielen Baugebiete. „Wir müssen vorausschauend planen“, betonte er. Dem stimmten viele Räte zu. Schließlich verständigte man sich darauf, den größeren Container anzuschaffen. Einstimmig beauftragte der Gemeinderat den Bürgermeister damit, den Erwerb „schnellstmöglich durchzuführen“.

Die Platzierung des Containeranlage wird noch mit dem Planer abgestimmt, favorisiert wird der Standort am Parkplatz. Laut dem Rathauschef hofft man, dass die Anlage bis zum September steht. Demmel: „Realistisch müssen wir aber von Oktober ausgehen.“

Yvonne Zuber

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