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Klarer Wahlsieg: Ilse Aigner und Martin Bachhuber (re.) gratulieren Alexander Radwan.

„Der beste Kandidat, den wir haben“

Radwan soll wieder in den Bundestag

Königsdorf - Alexander Radwan soll wieder in den Bundestag. 125 CSU-Delegierte wählten ihn zu ihrem Kandidaten. Ihr Fazit: "Er ist der Beste, den wir haben."

Vor drei Jahren wurde Alexander Radwan in den Bundestag gewählt. Seine Arbeit im Finanzausschuss sowie im Auswärtigen Ausschuss schien fast alle der 132 am Donnerstagabend im Gasthof Hofherr erschienenen Delegierten im Bundeswahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach überzeugt zu haben. Denn das Votum für eine erneute Kandidatur ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: 125 Delegierte kreuzten ein Ja an, fünf Stimmzettel waren ungültig, nur zwei CSU-Mitglieder lehnten Radwan als Bundestagskandidaten ab.

Die stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner war über das eindeutige Ergebnis nicht überrascht: „Ich glaube, das ist der beste Kandidat, den wir haben“. Die 51-Jährige lernte den Rottach-Egerner in über 20-jähriger Zusammenarbeit schätzen. Auch CSU-Stimmkreisabgeordneter Martin Bachhuber stimmte in die Lobeshymnen mit ein. „Wir haben keinen besseren im Wahlkreis“, glaubt der Bad Heilbrunner.

Vor der Wahl bekannte sich Alexander Radwan erneut zum nicht unumstrittenen politischen Kurs der CSU. So erteilte der Diplom-Ingenieur und Rechtsanwalt beispielsweise der doppelten Staatsbürgerschaft eine klare Absage, weil sie Integration erschwere. Zudem gelte es, den Einfluss aus dem Ausland auf muslimische Gemeinden und Verbände in Deutschland deutlich zu reduzieren. Nur so könnten Strukturen geschaffen werden, in denen sich alle Gläubigen angemessen vertreten fühlen. Sollte es nicht möglich sein, die europäischen Außengrenzen zu sichern, müssten laut Radwan eben die „Binnengrenzen geschützt werden“. Neben der Stabilisierung des arabischen Raums müsse zudem die deutsche Finanzpolitik auf europäischer Ebene konsolidiert werden. „Wir wollen weder Steuererhöhungen noch neue Schulden machen“, forderte das FinanzausschussMitglied.

Um die Infrastruktur in ländlich geprägten Landkreisen wie Miesbach oder Bad Tölz-Wolfratshausen zu verbessern, sei nach Ansicht Radwans vor allem ein Vorantreiben des Bundesverkehrswegeplans notwendig. Am Ende seiner Rede ließ sich der meist sehr sachlich wirkende Bundestagsabgeordnete aber dann noch zu einer Kampfansage gegenüber dem Regierungskoalitionspartner SPD sowie den Grünen und den Linken hinreißen. „Jeder, der eine linke Politik in Deutschland verhindern will, muss sein Kreuz bei der CSU machen“.

Am Donnerstagabend waren im vollbesetzen Postsaal keine größeren Kampfansagen nötig, um neben dem Bundestagskandidaten auch sechs CSU-Delegierte in die Landesdelegiertenversammlung zur Bundestagswahl 2017 zu wählen. Die meisten Stimmen, 114, erhielt Ilse Aigner. Es folgten Alexander Radwan (110), Martin Bachhuber (106), Josef Bierschneider (99), Thomas Gründl (96) und Sabine Lorenz (88). Zu Ersatzdelegierten bestimmt wurden Karsten Bauer, Josef Bichler, Ursula Henseler, Georg Kittenrainer, Olaf von Löwis und Susanne Thomas.

ph

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