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Pioniere: In mühseliger Handarbeit machten sich die Segelflug-Freunde vor 60 Jahren daran, die nassen Streuwiesen bei Königsdorf für ihre Zwecke nutzbar zu machen.

Eine Erfolgsgeschichte

Auf nassen Wiesen zum Weltverein: 60 Jahre Segelflugzentrum Königsdorf

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Seit 60 Jahre gibt es in Königsdorf das Segelflugzentrum. Eine lange Erfolgsgeschichte: Denn Königsdorf ist längst einer der bekanntesten und sportlich erfolgreichsten Segelflug-Standorte weltweit.

Königsdorf Der Winter meint es in diesem Jahr besonders gut mit den Piloten am Königsdorfer Segelflugzentrum (SFZ). Das milde Wetter erlaubte den Segelfliegern sogar schon einige frühe Starts. „Im letzten Jahr um diese Zeit hatten wir die Hallendächer gerade erst von den immensen Schneemassen befreit“, erinnert sich SFZ-Sprecher Mathias Schunk.

60 Jahre Segelflugzentrum Königsdorf 

Exakt 60 Jahre zurückliegen die Anfänge des SFZ. Im Frühjahr 1960 waren die großen Bemühungen einiger Geretsrieder Segelflieger endlich von Erfolg gekrönt worden: Die bayerische Staatsregierung erteilte ihnen in Königsdorf die Genehmigung für Windenstarts. Im Herbst zuvor hatten die hiesigen Segelflug-Pioniere um Fluglehrer Erhard Samper und Fritz Kraatz, letzterer Vorsitzender der Segelfluggruppe Isartal (SGI), unter abenteuerlichen Bedingungen die ersten Probestarts durchgeführt.

Wagemutige Konstruktionen: Die Segelflugzeuge bestanden anfangs aus Holz, Stoff und einem Stahlrohrgerüst.

Viele Jahre hatten die Isartaler nach einem geeigneten Segelfluggelände im Altlandkreis Wolfratshausen gesucht. Fündig wurden sie in Königsdorf-Wiesen, einem Areal, das heute als Segelflugzentrum weit über die Grenzen Oberbayerns hinaus bekannt ist. Im Herbst 1959 reichten die Segelflieger den Antrag auf Zulassung eines Flugbetriebs bei der Staatsregierung in München ein und schlossen erste Pachtverträge mit den Grundeigentümern. Weil es sich bei dem Gebiet hauptsächlich um nasse Streuwiesen handelte, waren zudem umfangreiche Drainage- und Erdarbeiten notwendig.

Im Frühjahr 1960 hielt SGI-Chef Kraatz die schriftliche Erlaubnis des bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Verkehr endlich in den Händen, zunächst befristet auf ein Jahr. „Die Genehmigung musste anfangs jährlich verlängert werden, weil damals noch eine Autobahnverbindung von Salzburg nach Kempten geplant war und diese eventuell durch das Königsdorfer Moor gehen sollte“, berichtet Mathias Schunk. „Auf vergilbten Karten in den Amtsstuben des Landratsamts ist sie sogar noch eingezeichnet.“

Im ersten Jahr konnten die Piloten wegen der Nässe im Moor nur an vier Tagen abheben, denn „am Standplatz der Winde in Richtung Westen am Waldrand stand das Moorwasser knöcheltief“, so Schunk. 1961 waren es auch nur sechs Flugtage, und 1962 fiel der Betrieb buchstäblich komplett ins Wasser. Dann aber machten sich die Drainagearbeiten mehr und mehr bezahlt. Am 18. Oktober 1969 schließlich wurde das Segelfluggelände in Königsdorf mit der Segnung der Flugzeuge und einem Fest in der Halle offiziell eingeweiht.

Beeindruckende Erfolgsgeschichte

Die Erfolgsgeschichte des SFZ in den vergangenen 60 Jahren ist beeindruckend. Mit der SGI teilen sich heute sechs weitere Segelflugvereine das Gelände. Unter dem Namen SFZ flogen die Piloten von Weltrekord zu Weltrekord, von Meisterschaft zu Meisterschaft. Königsdorf ist längst einer der bekanntesten und sportlich erfolgreichsten Segelflug-Standorte weltweit.

Mathias Schunk betont in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden und Städten sowie die mittlerweile große Akzeptanz der Segelflieger in der Bevölkerung. Beides feiert das SFZ seit sehr vielen Jahren mit einem riesigen öffentlichen Sommerfest. Im Jahr seines 60. Geburtstags ist dies am 12. und 13. September der Fall.

peb

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