(hinten v. li.) Ludwig Schmid (Schmid Bäck’, Geretsried), Josef Eberl (Bäckerei Eberl, Bichl), Jakob Gritscher (Bäckerei Gritscher, Schliersee), Prüfer Manfred Stiefel, Konrad Stelmaszek (Königsdorfer Backstube), Peter Kögelsperger (Bäckerei Kögelsperger, Egling), Michael Detter (Bäckerei Detter, Bad Tölz) sowie vorne Maximilian und Leo Büttner (Büttner Spezialitätenbäckerei, Bad Tölz)
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Ausgezeichnete Bäcker: (hinten v. li.) Ludwig Schmid (Schmid Bäck’, Geretsried), Josef Eberl (Bäckerei Eberl, Bichl), Jakob Gritscher (Bäckerei Gritscher, Schliersee), Prüfer Manfred Stiefel, Konrad Stelmaszek (Königsdorfer Backstube), Peter Kögelsperger (Bäckerei Kögelsperger, Egling), Michael Detter (Bäckerei Detter, Bad Tölz) sowie vorne Maximilian und Leo Büttner (Büttner Spezialitätenbäckerei, Bad Tölz).

Prüfung durch das Deutsche Brotinistitut

Das sind die ausgezeichneten Bäcker im Oberland

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Wieder einmal war Manfred Stiefel vom Deutschen Brotinstitut im Landkreis zu Gast. Erfreuliches Ergebnis: 88 Prozent der eingereichten Brote wurden prämiert.

Königsdorf – „Brötchengeber“, „Wasser und Brot“, Brot und Spiele“, „Unser tägliches Brot“: Allein im normalen Sprachgebrauch ist das Brot allgegenwärtig. „Es ist eines der wichtigsten Lebensmittel“, betont Konrad Stelmaszek, Obermeister der Bäckerinnung und Inhaber der Königsdorfer Backstube. „Umso mehr sollte man ein Auge darauf haben.“

Genau das übernahm Manfred Stiefel, Prüfer des Deutschen Brotinstituts, der für die Bäckerinnung Miesbach - Bad Tölz/Wolfratshausen 145 duftende Backwaren aus elf Betrieben in der Jugendsiedlung Hochland auf Korn und Kruste prüfte. „Gerade die Kruste ist elementar“, sagte Stiefel. „Den etwa 80 Prozent des Geschmacks kommen von hier.“ Zudem sorgt die krosse Oberfläche dafür, dass das Brot nicht austrocknet. „Wer sich also über eine weiche Supermarktbrotkruste freut, merkt schnell, dass das absolut kein Vorteil ist.“

Die Tendenz geht zu Klassikern wie dem Bauernbrot

Wie so vieles ist auch das Brot gewissen Trends unterworfen. „Momentan geht es in Richtung mediterranem Brot. Und auch die Klassiker wie Bauernbrot oder Holzofenbrot werden immer beliebter“, erklärte Stiefel und lachte. „Es müssen also keine Exoten mit Ananas oder Spargel sein.“

Mit dem Prüfungsergebnis zeigten sich Stiefel und Stelmaszek mehr als zufrieden. Von 101 Broten – vom Dinkel- über das Vollkorn- bis zum Ciabattabrot – erreichten 37 die Bewertung „sehr gut“ (37 Prozent) und 52 ein „gut“ (51 Prozent), 12 bekamen keine Urkunde, „weil sie entweder zu lange oder zu kurz gebacken worden sind“, so der Prüfer. Bei Ersterem schmecken sie leicht bitter, bei Letzterem fehlt das Aroma. Von den 44 vorgestellten Semmeln erreichten 23 die Bestnote, 21 ein „gut“.

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Stiefel bedauerte ebenso wie Stelmaszek, dass wegen Corona die Brotprüfung nicht in der Öffentlichkeit stattfinden konnte. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich die Leute dafür interessieren, Fragen stellen und Anregungen geben.“ Aber kein Schaden ohne Nutzen: „Eine Gruppe Sänger ist hier in der Jugendsiedlung eingetroffen“, berichtete Stelmaszek. „Und die durften dann die Brote essen. Es wurde also nichts vernichtet, sondern sinnvoll verwendet.“ Und, so fügte der Bäckermeister lachend hinzu: „Geschmeckt haben sie auch.“

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