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Ein Bild der Zukunft: Die S7 fährt bis nach Geretsried.

„Da wird noch viel auf uns zukommen“

Königsdorf diskutiert über Folgen der S7-Verlängerung

Könisgsdorf – Welche Folgen hat die S 7-Verlängerung nach Geretsried für Königsdorf? Darum ging es beim Bürgerforum der Königsdorfer CSU.

Lag es am Oberland-Firmenlauf, der gleichzeitig in Geretsried stattfand oder waren die pechschwarzen Gewitterwolken der Grund? Nur eine überschaubare Anzahl Königsdorfer hatte sich zu der Veranstaltung im Gasthof zur Post eingefunden. Als Referenten hatte der Ortsverband den Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber (CSU), den Bürgermeister von Oberhaching, Stefan Schelle, sowie den Geretsrieder CSU-Stadtrat Franz Wirtensohn eingeladen. Schwerpunkte des Abends waren der Stand der Planung sowie die Auswirkungen der S7-Verlängerung auf die Region und speziell auf Königsdorf.

Um die größte Infrastrukturmaßnahme des Landkreises, die S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried, ging es kürzlich bei der Königsdorfer CSU. Zu Gast waren der Oberhachinger Bürgermeister Stefan Schelle (li.), der Geretsrieder Stadtrat Franz Wirtensohn (2. v. li.) sowie Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber (re.).

Bachhuber gab einen chronologischen Überblick von den ersten Anfänge der Planung im Jahr 1992 bis zur Tunnellösung, die nun realisiert werden soll. Die Tieferlegung kostet 44 Millionen Euro mehr als die Schrankenlösung (Preisstand 2009). 27 Millionen tragen Freistaat, Bund und Bahn. Die Differenz von 17 Millionen Euro übernehmen der Landkreis zu 70 Prozent und die Städte Wolfratshausen und Geretsried zu je 15 Prozent. „Ich denke, man konnte den Gordischen Knoten durchschlagen und hat damit eine Lösung gefunden“, sagte Bachhuber. Er hält die Verlängerung der S 7 für das „wichtigste Infrastrukturprojekt für den Landkreis“ – und zwar für den ganzen Landkreis. Alle Kommunen im Landkreis würden profitieren.
 
„Wann können wir am Bahnhof Geretsried-Süd einsteigen?“, wollte es Walter Seemayer, Schatzmeister des CSU-Ortsverbandes, konkret wissen. Bachhuber antwortete, dass der Baubeginn nicht vor den Jahren 2021/22 sein werde. Die Bauzeit bezifferte er auf rund vier Jahre bis in die Jahre 2025/26.

Franz Wirtensohn war da in seinen Ausführungen etwas weniger optimistisch: „Davon auszugehen, dass man in zehn Jahren zu bauen anfängt, ist realistisch.“ Ein Zuhörer erkundigte sich, wie lange die S-Bahn von Geretsried bis nach München brauchen werde. „Zehn Minuten länger als von Wolfratshausen“, erklärte Bachhuber.

Wirtensohn schilderte die Entwicklung von Gelting in den letzten Jahrzehnten. Bekanntlich ist ein Haltepunkt der S-Bahn im Bereich des Gewerbegebiets Gelting geplant. Bewährt habe sich die Erstellung eines Rahmenplanes für die Ortsentwicklung. Die S-Bahn sei eine Herausforderung. Auf Gelting würden Veränderungen zukommen. Auch viele Flächen würden verlorengehen. „Aber die Entwicklung wird sich nicht aufhalten lassen.“

Stefan Schelle berichtete von den Erfahrungen der Gemeinde Oberhaching. Die Gemeinde sei vom Zugverkehr geprägt. So gebe es zwei Bahnhöfe. Es halten die Linie S3 und die Meridian-Nahverkehrszüge. Mobilität sei inzwischen ein wichtiger Schlüsselfaktor, betonte Schelle. Er riet den Königsdorfern sich im Hinblick auf die S-Bahn-Verlängerung frühzeitig aufzustellen und zu überlegen wie man die Gemeinde entwickeln und nachhaltig gestalten wolle. Grunderwerb oder auch Radwege seien Themen. Er regte zudem an auf der geplanten Park und Ride Anlage nicht alles zu versiegeln, sondern auch über andere Möglichkeiten nachzudenken. Königsdorfs Vize-Bürgermeister Sebastian Seidl (CSU) resümierte, dass die Gemeinde Königsdorf frühzeitig handeln müsse, um die Richtung vorzugeben. „Da wird noch viel auf uns zukommen.“

von Yvonne Zuber

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