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Am 19. Prozesstag im brutalen Raubmord von Höfen äußerten sich zwei psychiatrische Gutachter klar zu dem Versuch von Jakub G., sich wegen einer Psychose und eines epileptischen Anfalls herauszureden.

Jakub G. wollte sich herausreden

Doppelmord von Höfen: Gutachter äußern sich klar zur Psyche eines Mittäters 

Am 19. Prozesstag im brutalen Raubmord von Höfen äußerten sich zwei psychiatrische Gutachter klar zu dem Versuch von Jakub G., sich wegen einer Psychose und eines epileptischen Anfalls herauszureden.

Königsdorf/München – Am 19. Prozesstag im brutalen Raubmord von Höfen verpassten zwei psychiatrische Gutachter dem Versuch von Jakub G., sich wegen einer Psychose und eines epileptischen Anfalls herauszureden, eine klare Absage. Der 34-Jährige Mittäter hatte zwei Verhandlungstage vorher überraschend beantragt, wegen schwerwiegender seelischer Störungen für schuldunfähig erklärt zu werden. 

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„Es ist nicht so, dass ein Angeklagter einfach am Ende solche Dinge behauptet, und dann Paragraph 20 rausspringt, ähnlich, wie wenn man Geld für eine Flasche Coca Cola in einen Automaten einwirft“, erklärte einer der beiden Sachverständigen. Der Handlungsablauf des brutalen Mordes wäre so „absolut unmöglich“ gewesen, denn dann wäre das Ganze für alle Beteiligten im Chaos geendet. 

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„Durchschnittliche Intelligenz, keine seelischen Beeinträchtigungen, keine Psychose“ lautet auch das Urteil des anderen Gutachters. Jakub G. schob die psychotischen Erlebnisse und Halluzinationen, die er angeblich gehabt haben soll, auf den vorherigen Drogenkonsum. „Bei der geringen Menge und dem zeitlichen Abstand zur Tat kann es das nicht gewesen sein“, konstatierte aber der Sachverständige. 

Dem Anwalt von Jakub G. gefiel das Gutachterurteil gar nicht, ebenso wenig wie seinen Kollegen. Nach erfolglosem Kreuzverhör stellten sie Befangenheitsantrag gegen einen der Gutachter. Der Prozess dauert an.jct

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