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Königsdorf investiert 60.000 Euro in den Hochwasserschutz

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Von: Peter Borchers

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Land unter: Bei Starkregenereignissen stehen Teile der Gemeinde Königsdorf immer wieder unter Wasser, hier die Höfe an der Osterhofener Straße nach den jüngsten Wetterkapriolen.
Land unter: Speziell die Höfe an der Osterhofener Straße laufen bei Starkregen voll. © Privat

Königsdorf nimmt 60.000 Euro in die Hand, um künftige Überschwemmungen zu verhindern. Unter anderem wird der Straßeneinlauf am Alpenblickweg vergrößert.

Königsdorf – Zweimal in den vergangenen beiden Jahren haben sich sogenannte Superzellen über Königsdorfs Hügellage entladen und mit Starkregen und Hagelschlag einige Ortsteile unter Wasser gesetzt. Seitdem ist klar, dass die Gemeinde dringend an ihrem Straßenentwässerungssystem arbeiten muss, um die teilweise katastrophalen Folgen solcher Unwetter künftig zu minimieren.

Das darauf spezialisierte und vom Gemeinderat beauftragte Fachbüro Riwa erstellt derzeit ein Hochwasserschutz-Konzept. Riwa schätzt die Gesamtkosten für Planungen und Bauausführungen in einem Zeitraum von zehn Jahren auf etwa 2,5 Millionen Euro.

Auf den Rat der Experten nimmt die Kommune nun die ersten Schutzmaßnahmen im Bereich Osterhofener Straße/Osteranger in Angriff, nachdem Vertreter der Verwaltung und des Gemeinderats sich im Frühjahr die Gegebenheiten vor Ort angesehen hatten. Am 23. März legte das Tief- und Straßenbau-Unternehmen Kilian Willibald ein Angebot in Höhe von rund 51 300 Euro für die Arbeiten vor. Die Verwaltung erteilte der mit der Kommune kooperierenden Firma daraufhin über das vorliegende Jahresleistungsverzeichnis den Auftrag.

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Willibald wird zwei Straßeneinlaufrinnen an der Osterhofener Straße 26 errichten. Zudem vergrößert die Schlegldorfer Firma den Straßeneinlauf am Alpenblickweg und baut einen Teilbereich des Entwässerungsgrabens am Osteranger aus. Rathaus-Geschäftsleiter Andreas Baumann rechnet mit einer Fertigstellung Ende Juli. Dann wird der erste große Regen zeigen, ob diese Maßnahmen greifen. Bürgermeister Rainer Kopnicky würde auf eine wasserreiche Nagelprobe allerdings gerne verzichten: „Ich brauch’ das wirklich nicht schon wieder.“

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In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat nun einer außerplanmäßigen Ausgabe in Höhe von rund 60 000 Euro zu, um die aktuellen Arbeiten zu bezahlen. Das Geld stammt ursprünglich aus dem Haushaltsposten Höckstraße, der mit 87 000 Euro angesetzt ist. Der dort vorgesehene Bau einer zusätzlichen Versickerung im Kreuzungsbereich wird zurückgestellt.

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