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Sehr eng geht es auf der Grundstraße zu.

Schranke bei Geretsrieder Tennisanlage

Grundstraße wird zur Sackgasse

Königsdorf - Autofahrer zwischen Geretsried und Königsdorf, die über die Grundstraße abgekürzt haben, müssen sich eine neue Route suchen: Die Gemeindeverbindungsstraße wird noch im November für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Die Sperrung der beliebten Abkürzung war bereits in der Ratssitzung im August diskutiert und befürwortet worden. Jetzt macht die Gemeinde als örtliche Straßenverkehrsbehörde Nägel mit Köpfen: Die Gemeindeverbindungsstraße wird zur Sackgasse. Realisiert werden soll die Sperre voraussichtlich noch im November. Wie Maximilian Donner, Leiter des Hauptamtes, in der Gemeinderatssitzung am Dienstag ausführte, ist eine Schranke auf Höhe des Ortsschildes Geretsried im Wald südlich der Tennisanlage geplant. Entsprechende Sackgassenschilder sollen an beiden Enden der Straße angebracht werden. Radfahrer und Fußgänger sind nicht von der Sperre betroffen. Sie können die Strecke weiter nutzen. Polizei und Feuerwehr sollen zudem für Notfälle einen Schlüssel für die Schranke erhalten.

Hintergrund der Sperrung ist, dass auf der rund drei Kilometer langen, kurvenreichen und schmalen Grundstraße starker Durchgangsverkehr herrscht. Rund 4000 Autofahrer am Tag nutzen die Straße als Abkürzung, die nördlich von Königsdorf von der B 11 in Richtung Geretsried abzweigt und durch den Wald führt. Dabei handelt es nicht nur um einheimische Autofahrer, sondern auch um Ortsfremde, die per Navigationsgerät über die Grundstraße zur Autobahn geleitet werden. Wegen Straßenschäden darf auf der gesamten Strecke inzwischen nur noch mit 50 Stundenkilometern gefahren werden. Nicht selten sind Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Wiederholt haben sich Unfälle ereignet. Zudem gibt es auf der Straße immer wieder Probleme mit Hochwasser.

Bürgermeister Anton Demmel betonte in der Sitzung, dass kein Anspruch auf Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße besteht. Wie berichtet war bei einem Ortstermin im Sommer mit Vertretern der Stadt Geretsried, der Polizei und des Landratsamtes diese Lösung favorisiert worden. Den Kostenanteil für die Gemeinde hatte Demmel damals mit rund 400 000 Euro beziffert. Der Tenor im Gemeinderat zu einem eventuellen Ausbau war allerdings klar ablehnend gewesen. Der Rathauschef erläuterte am Dienstag zudem, dass die Rückmeldungen der Anlieger, die in Sachen Sperrung angeschrieben wurden, positiv waren. „Es ist erfreulich, dass alles so reibungslos geht“, bilanzierte Bernhard Woisetschläger (UBL). „Es ist eine ideale Lösung.“

Yvonne Zuber915

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