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Kein Trinkwasser aus Königsdorf gibt es für die Gemeinde Eurasburg. Die Kapazitäten reichen nicht aus. 

Trinkwasserversorgung 

Königsdorf kann Eurasburg nicht das Wasser reichen

Einstimmig abgelehnt hat der Königsdorfer Gemeinderat einen Antrag der Gemeinde Eurasburg auf Trinkwasserversorgung. Der Grund: Die Kapazitäten reichen dafür nicht aus.

Königsdorf Bürgermeister Anton Demmel berichtete in der Sitzung am Dienstag, dass man ein Schreiben der Gemeinde Eurasburg erhalten habe. Darin bittet diese zu prüfen, ob man sie bei der Trinkwasserversorgung unterstützen könne. Eurasburg wolle abklären, inwieweit eine Regelversorgung von 40 000 bis 75 000 Kubikmeter pro Jahr aus den umliegenden Gemeinden möglich wäre. Durch den neuen Wasserrechtsbescheid des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen ist eine Entnahme aus der Leitung der Stadtwerke München wie berichtet nur noch im Notfall zulässig. Eurasburg muss deshalb nach Alternativen suchen wie etwa einen neuen Brunnen oder einen Verbund mit Nachbargemeinden.

Keine zusätzlich Wasserabnahmen

„Wir können in der Sache nicht mehr alleine entscheiden, da wir einen Zweckverband mit Geretsried haben“, sagte Demmel. Eine Rücksprache mit den Stadtwerken Geretsried und Bürgermeister Michael Müller habe ergeben, dass Geretsried keine zusätzlichen Wasserabnahmen zusagen könne.

Zudem sei der Wasserrechtsbescheid für die Entnahme an den Brunnen in Wiesen zwar beantragt, aber nicht auf dem aktuellen Stand. Auch Königsdorf verfüge aktuell über keinen Wasserrechtsbescheid, dieser sei ebenfalls beantragt. Auf Basis des alten Bescheides mit 330 000 Kubikmetern Wasser sei eine Versorgung nicht möglich, um keine Kapazitätsprobleme zu bekommen. „Man würde Eurasburg gerne helfen, aber Geretsried wächst mit zahlreichen Bauvorhaben und Königsdorf kann von der Entnahmemenge nichts abgeben“, bilanzierte Luise Seemayer (CSU).

„Nicht die Gedanken für die Gemeinde Eurasburg machen“

Angesprochen wurde in der Sitzung, dass die Gemeinde Eurasburg in Besitz von Grund zwischen den beiden Brunnen von Königsdorf und Geretsried in Wiesen ist. „Was, wenn die da unten einen Brunnen bauen dürfen?“, spekulierten einige Räte. „Die Gemeinde Königsdorf muss sich nicht die Gedanken für die Gemeinde Eurasburg machen“, beendete Demmel die kurze Debatte und verwies auf den aktuellen Antrag. Fakt sei, dass die Kapazität eine Trinkwasserversorgung von Eurasburg nicht erlaube.

Gemeinderat Josef Birzele (UBL) stimmte dem zwar zu. Er sprach sich aber gegen eine „Kirchturmpolitik“ aus. „Wir hätten uns damals auch gefreut wenn uns jemand beigesprungen wäre“, meinte er in Anspielung auf die Königsdorfer Wasserprobleme in den vergangenen Jahren. Einstimmig wurde schließlich beschlossen, dass die Gemeinde Königsdorf keine Möglichkeit für eine dauerhafte Wasserlieferung an Eurasburg sieht.

Yvonne Zuber

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