1. Startseite
  2. Lokales
  3. Geretsried-Wolfratshausen
  4. Königsdorf

Auf der Suche nach Bränden: Luftrettungsstaffel Bayern flog 2021 weit über 200 Einsätze

Erstellt:

Von: Peter Borchers

Kommentare

Großbrand nordöstlich von Rosenheim: Das Feuer sichtete die Besatzung einer Maschine der Luftrettungsstaffel, die für ihren Einsatz vom Segelflugzentrums Königsdorf aus gestartet war.
Großbrand bei Rosenheim: Das Feuer sichtete die Besatzung einer Maschine der Luftrettungsstaffel, die für ihren Einsatz vom Segelflugzentrums Königsdorf aus gestartet war. © Ralf Schwanold

2021 war eigentlich ein regenreiches Jahr. Dennoch musste die Luftrettungsstaffel Bayern mehrfach von Königsdorf aus abheben, um Waldbrände zu sichten.

Königsdorf – Die Luftrettungsstaffel Bayern besteht seit dem Jahr 1968 und ist seit 1973 fester Bestandteil des Katastrophenschutzes im Freistaat. In ausschließlich ehrenamtlicher Tätigkeit unternehmen ihre Mitglieder beispielsweise Überwachungsflüge bei erhöhter Waldbrandgefahr, erledigen Aufgaben zur Überwachung und Vorbeugung sowie zu Erfassungen aus der Luft im Rahmen des Katastrophen-, Umwelt- und des Naturschutzes.

Im Bedarfsfall fordert das Bayerische Staatsministerium des Innern über die Mittelbehörden, das heißt die Regierungen vor Ort, die Einsatzflüge an. „Luftbeobachter des Landratsamts unterstützen die Piloten bei den Flügen und sind via Digitalfunk mit dem Landratsamt verbunden“, schreibt Mathias Schunk, Sprecher des Segelflugzentrums (SFZ) in Königsdorf, in einer Pressemitteilung. Königsdorf ist einer von sieben Luftbeobachtungsstützpunkten der Flugbereitschaft Oberbayern. Insgesamt 30 Stützpunkte sind über alle bayerischen Regierungsbezirke verteilt. Jeder davon hat bei einem Beobachtungsflug eine vorgegebene Route von etwa eineinhalb Stunden abzufliegen. Die Piloten starten vor allem in den Sommermonaten zu ihren Beobachtungen. Darüber hinaus unternehmen sie Flüge auf Eigeninitiative und auf eigene Kosten.

Lesen Sie auch: Segelflieger machen das Double perfekt

Auch in den oberbayerischen Stützpunkten bestimmte die Pandemie das Jahr aufgrund des Lockdowns mit Feststellung des Katastrophenfalls. Dennoch fanden unter Coronabedingungen – die Flugzeugbesatzungen trugen Schutzmasken – im recht regenreichen Jahr vier von der Regierung angeordnete Einsätze mit fast sechs Stunden Flugzeit statt. „Darüber hinaus leisteten die Piloten des Segelflugzentrums Königsdorf mit den normalerweise für den Flugzeugschlepp vorgesehenen Motormaschinen 211 Flüge mit mehr als 150 Stunden Flugzeit, bei denen sie speziell nach möglichen Waldbränden Ausschau hielten“, so SFZ-Sprecher Schunk.

Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Kommentare