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Ei, Ei, Ei: Die Königsdorferin Annemarie Becher vor ihrem Osterhaus. 

Besonderes Haus an der Niederhamer Straße in Königsdorf

Mehr Ostern geht nicht

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Das Haus von Annemarie Becher an der Niederhamer Straße in Königsdorf ist über und über mit Oster-Artikeln dekoriert. Man schaut einfach gerne hin. 

Königsdorf – Es ist ein trautes Beisammensein an der Hausfront an der Niederhamer Straße in Königsdorf: Hasen, Hühner, ein paar Engelsflügel, dazwischen blühen Stiefmütterchen und Osterglocken in Töpfen. Kleine Vögel sitzen auf den Ästen, die vom Balkon baumeln, dazwischen – im rankenden Weinlaub – hängen jede Menge Ostereier. „Wie viele es sind, weiß ich gar nicht“, sagt Annemarie Becher, die in liebevoller Kleinarbeit ihr Haus geschmückt hat. „So um die 80 denke ich.“ Nachgezählt hat sie sie noch nie. „Ich nehme einfach alles, was ich bislang in meinen Kartons gesammelt habe.“

Das Schmücken hat bei Familie Becher Tradition. Schon Annemarie Bechers Mutter verzierte ihr Heim mit allerlei Dekoartikeln. „So führen wir einerseits eine Tradition fort, andererseits ist es schön, sich so zu erinnern.“ Das Ergebnis sieht jedes Jahr anders aus. Becher bekommt oft Besuch von den Kindern einer Freundin. „Da werden dann weitere Ideen entwickelt.“ Etwa acht Stunden braucht die 53-Jährige, bis jeder Hase an seinem Platz sitzt und jedes Ei hängt. Zeit, die sie genießt: „Das ist wie ein wenig Urlaub vom Alltag.“

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Nur der Zeitpunkt, an dem sie mit der Arbeit beginnt, ist manchmal gewöhnungsbedürftig – zumindest für die anderen. „Ich mache das intuitiv“, sagt die Königsdorferin und lacht. Das kann heißen, dass sie bereits vor Weihnachten die Kisten mit den Eiern aus dem Keller holt. Die Zeit ist ihr egal, das Wetter nicht. „Ich achte darauf, dass es nicht zu kalt ist. Ich will mir bei Aufhängen ja nicht die Finger abfrieren.“

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Und was sagen die Nachbarn dazu? Anna Guhra, die zufällig vorbeikommt, lacht. „Für uns ist das praktisch – eigentlich brauchen wir selbst gar nicht mehr zu dekorieren.“ Sie deutet auf die bunte Häuserfront. „Es schauen eh nur alle hier herüber.“

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