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Der Gemeinderat hat den Haushalt einstimmig verabschiedet.

Investitionen in Trinkwasser, Kanal und Wohnungsbau

Königsdorf plant im Haushalt mit Schulden

Königsdorf – Der Gemeinderat hat den Haushalt verabschiedet. Teure Investitionen in Trinkwasser, Kanal und Wohnungsbau sorgen für eine Kreditaufnahme.

Einstimmig abgesegnet hat der Königsdorfer Gemeinderat den Haushalt 2016. Bürgermeister Anton Demmel sprach von einer „soliden Finanzausstattung“. Diskussionsbedarf bestand nicht. Kein Wunder, die Gemeinde steht finanziell glänzend da: Der Rathauschef konnte auch für 2016 wieder erfreuliche Zahlen präsentieren.

Das Volumen des Gesamtetats liegt bei 8,5 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt schließt mit sechs Millionen Euro ab, der Vermögenshaushalt mit rund 2,5 Millionen Euro. Dem Vermögenshaushalt werden 720 000 Euro zugeführt. Wie in den vergangenen zwei Jahrzehnten sind die Anteile an der Lohn- und Einkommensteuer die bedeutendsten Einnahmequellen der Gemeinde. Für das laufende Jahr kann die Gemeinde erneut mit einem Rekord bei der Zuweisung rechnen, nämlich mit fast zwei Millionen Euro. Ähnliches gilt für die Gewerbesteuer. 1,3 Millionen Euro hat der Kämmerer angesetzt. Der Wermutstropfen: Die Gewerbesteuerumlage von 450 000 Euro und die „Rekord-Kreisumlage“ (Demmel) von 1,67 Millionen Euro sind zusammen mit dem Wegfall der Schlüsselzuweisungen und dem hohen Steueraufkommen in der Gemeinde so einschneidend, dass sich trotz der höchsten Steuereinnahmen insgesamt das Nettoaufkommen sogar verringern wird.

„Neu ist, dass die Gemeinde für 2016 mit Schulden plant, aber eigentlich sind es Fördermittel“, sagte Demmel. Die Aufnahme von Fremdkapital in Höhe von 800 000 Euro zu Förderkonditionen sei ausschließlich zweckgebunden – und zwar für den Bau der Ultrafiltrationanlage.

Den Finanzplan der Gemeinde für die Jahre 2016 bis 2019 bezeichnete der Rathauschef als „sehr sportlich“. „Aber bekanntlich wächst man mit seinen Aufgaben“, erklärte er. So sind in den nächsten Jahren zahlreiche Investitionen geplant. Die größte Investition in den kommenden Jahren ist mit 2,5 Millionen Euro für den gemeindlichen Wohnungsbau geplant. „Ein Schwerpunkt für die Gemeinde in diesem und den nächsten Jahren sollte die Schaffung von eigenem rentierlichen Vermögen sei“, erklärte Demmel. Damit sollen die Schwankungen aus dem Finanzausgleichssystem und die Belastung der Gemeinden mit immer neuen Aufgaben möglichst abgefangen werden. Für den Grunderwerb Einheimischenmodell sind 300 000 Euro angesetzt. Der Anteil der Gemeinde an dem Bau der Ultrafiltrationsanlage mit Geretsried plus der Umbau des eigenen Brunnens schlägt mit rund einer Million zu Buche. Neben der Gestaltung des Eisplatzes für 200 000 Euro will die Gemeinde zudem viel Geld in den Straßenausbau (650 000 Euro) und die Befahrung, Sanierung sowie die Erschließung von Kanälen stecken (655 000 Euro). Für die Ertüchtigung des Bauhofes sind 300 000 Euro eingerechnet.

„Mit den vielen Investitionen schmelzen natürlich die Rücklagen ab“, bilanzierte der Bürgermeister. Diese würden sich Ende 2016 auf 2,9 Millionen belaufen. Im Jahr 2018 lägen sie noch bei 1,4 Millionen Euro und Ende 2019 dann bei rund 516 000 Euro.

yvi

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