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Derzeit sind 41 Asylbewerber, davon 20 Kinder in der Stockschützenhalle untergebracht.

Idee des Königsdorfer Helferkreises

Wegen Asyl: Sozialfonds von Bürgern für Bürger?

Königsdorf - Der Helferkreis Asyl hat im Königsdorfer Gemeinderat berichtet. Die Helfer strukturieren sich - und denken über einen Sozialfonds nach.

Der Helferkreis Asyl ist erfolgreich dabei sich zu strukturieren. Marlies Woisetschläger (Unabhängige Bürgerliste) regte in ihrem Sachstandsbericht in der jüngsten Gemeinderatssitzung an, einen Sozialfonds „Bürger für Bürger in Königsdorf“ ins Leben zu rufen.

„Derzeit sind 41 Asylbewerber, davon 20 Kinder in der Stockschützenhalle untergebracht“, berichtete Woisetschläger. Die Gemeinderätin kümmert sich gemeinsam mit Ute Wurster um die Gesamtkoordination im Helferkreis. Diesem gehören aktuell 69 Helfer an. Inzwischen seien, so die Koordinatorin, verschiedene Teams gegründet worden, die erweitert und nach Bedarf verändert werden können. „Die Teams kümmern sich um den Empfang und praktische Hilfe im Alltag oder um Sprachkurse, Kinderbetreuung, Fahrdienste, Behördenbegleitung und Arztbesuche.“

Zudem gebe es Hilfe rund um die Schule und Hausaufgabenbetreuung. „13 der 20 Kinder besuchen bereits die Schule und die kleineren werden wohl nach und nach in die Kindertagesstätte gehen“, schilderte die UBL-Rätin. Auch leiste der Helferkreis Unterstützung bei der Integration ins Gemeindeleben und bei der Freizeitgestaltung. Derzeit werde ein „Begegnungsraum“ zum Reden und Kennenlernen für Asylbewerber und Königsdorfer in den Räumen des Jugendtreffs organisiert, der alle zwei Wochen stattfinden könnte.

Marlies WoisetschlägerSachstandsbericht zum Thema Asyl. Foto: red

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Suche nach Räumen. Man benötigt dringend einen Raum, damit der offizielle Deutschkurs auf den Vormittag verlegt werden kann, da die Kinder dann in der Schule sind. Derzeit wird der Kurs am Nachmittag abgehalten, was einen großen Aufwand für die Kinderbetreuung bedeutet. „Dem Helferkreis und den Asylsuchenden wird von den Königsdorfer Bürgern große Hilfsbereitschaft entgegengebracht“, hob Woisetschläger hervor. Auch Spenden zur Unterstützung würden angeboten. Sie regte an, einen Sozialfonds ins Leben zu rufen. Sinn und Zweck des Fonds soll „eine sehr schnelle und unbürokratische Hilfe für sozial Schwache sein, von Sozialhilfeempfängern über Senioren mit geringem Einkommen bis zu in Not geratene Bürger und der Gemeinde zugewiesene Asylbewerber. Der Fonds ist für alle hilfsbedürftigen Bürger gedacht, nicht nur für Asylbewerber“, betonte sie. Dazu könnte beim Kinder- und Jugendförderverein ein eigenes Konto geführt werden. Für Entscheidungen über größere Beträge müsste aus Vertretern von gemeinnützigen Vereinen (VDK, Krankenunterstützungsverein, Kinder- und Jugendförderverein) und aus Vertretern der Pfarrei und der Gemeinde ein Gremium gebildet werden. Die Gelder könnten etwa für Nachhilfeunterricht, Kosten für Babynahrung, Unterstützung von Deutschkursen, für Weihnachtsbeihilfen oder Umzugskosten verwendet werden.

Bürgermeister Anton Demmel hielt die Idee grundsätzlich für „sehr gut“, gab aber auch zu bedenken, dass eine wirklich „tragfähige Lösung“ gefunden werden müsse.

yvi

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